17.12.2020 11:56 |

Corona-Maßnahmen

Anschober lässt sich nicht unter die Maske schauen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) lässt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch offen. Er wolle dem Gespräch mit den Landeshauptleuten am Freitag noch nicht vorgreifen, erklärte Anschober am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag. Auch gebe es noch keine definitive Entscheidung über den Lieferzeitraum des von der Bundesregierung angekündigten Corona-Impfstoffs, so der Gesundheitsminister.

Angesichts der Infektionszahlen und jener der Intensivpatienten soll Freitagabend mit den Landeshauptleuten in einer Videokonferenz über weitere Nachschärfungen diskutiert werden. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) etwa hatte ja die Schließung von Geschäften und der Schulen gefordert, SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sprach sich für eine „Weihnachtsruhe“ aus.

Schulen vor Weihnachten wieder geschlossen?
Anschober will nun zunächst mit den Landeschefs verhandeln. In der Bundesregierung gebe es jedenfalls eine intensive mittelfristige Planung. Am Freitag werde diskutiert und anschließend kommuniziert, erklärte der Gesundheitsminister darauf angesprochen, ob etwa die Schulen noch vor den eigentlichen Weihnachtsferien wieder geschlossen werden.

Die äußerst hohe Zahl von 218 Sterbefällen mit dem Corona-Virus in den vergangenen 24 Stunden erklärte der Ressortchef damit, dass es in Wien einen Datenabgleich zwischen AGES und den Landesdaten gegeben habe. Er habe eine Präzisierung beauftragt. Seit Tagen und Wochen habe man aber über 100 Todesfälle und dies sei „deutlich zu viel“: „Ich bin nicht bereit, das hinzunehmen.“

„Noch keine definitive Entscheidung über den Lieferzeitraum“
Das Lieferdatum für die Corona-Imfpung in Österreich steht laut Anschober noch nicht fest. Die Zulassung könnte am 21. Dezember erfolgen, er rechnet mit einer ersten Impfung jedenfalls noch in diesem Jahr.

Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus könnten in Österreich bereits am 24. Dezember verabreicht werden, ließ die Bundesregierung am Donnerstag wissen. Anschober erklärte dazu, es gebe ein Zeitfenster ab dem 23. Dezember und er gehe noch vom heurigen Jahr aus: „Aber wir haben noch keine definitive Entscheidung über den Lieferzeitraum.“ Alle seien um einen raschen Start bemüht. Zu Beginn gehe es um die Lieferung von rund 10.000 Impfdosen, die große Lieferung werde für Jänner erwartet.

Der Gesundheitsminister ließ auch noch offen, wer als erster geimpft wird und in welchem Bundesland dies passiert. Er appellierte jedenfalls, sich impfen zu lassen, denn die Impfung könne der „Game Changer“ in der Pandemie sein. Man werde die Wirkung der Impfung breit diskutieren und darüber informieren: „Dann hoffe ich auf eine sehr starke Beteiligung.“

Der Ressortchef räumte ein, dass es über die Übertragung der Viren trotz Impfung noch zu wenig Informationen gebe, das erste Ziel, sich selbst vor einer Infektion zu schützen werde aber mit diesen ersten Impfstoffen erreicht. Was die Finanzierung betrifft, habe Österreich in den Budgets 2020 und 2021 80 bzw. 120 Millionen Euro reserviert. „Das ist eine ausreichende Dotierung“, so Anschober. Auch die EU habe viel Geld in die Hand genommen.

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