16.12.2020 09:49 |

Nicht vor Semesterende

Faßmann: Maskenpflicht im Unterricht bleibt noch

Bereits seit Dienstag steht fest, dass es vor dem 11. Jänner keinen regulären Schulstart in Österreich geben wird. Am Mittwoch kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) auch deshalb eine kostenlose Lernplattform an, die dabei helfen soll „Lernlücken“ von Schülern zu schließen. Im Ö1-„Morgenjournal“ sagte er außerdem, dass er nicht mit einer Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht noch während des Wintersemesters rechne: „So wie ich bisher den Pandemieverlauf beobachtet habe, wäre das schon eine optimistische Sichtweise.“

Voraussetzung für die Aufhebung der Maskenpflicht wäre ein deutlicher Rückgang bei den Infektionszahlen. Zur Schulsituation sagte der Minister: „Die Corona-Krise hat viele Schüler vor besondere Herausforderungen gestellt“, so Faßmann. Gerade für diese Schüler habe man die Schulen immer offen gelassen. Trotzdem seien „Lernlücken“ entstanden. Man könne die Schüler aber „sofort“ unterstützen und auch die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage dafür nützen.

Lernplattform soll von Fach zu Fach unterstützen 
Auf www.weiterlernen.at finde sich eine neue Plattform der Lernhilfe. Sie vermittelt neben Laptops auch Nachhilfeunterricht und Lernhilfe verschiedenster Art. „Diese Lernhilfe wird von Schülern, Studenten und auch von pensionierten Lehrern angeboten“. Auf weiterlernen.at können Schüler und Eltern nach Personen suchen, die von Fach zu Fach unterstützen. „Die wichtigsten Partner dieses Programmes sind Caritas, Diakonie, das Österreichische Jugendrotkreuz und zahlreiche regionale Partner“, so Faßmann.

Lernhelfer erhalten auch eine Bezahlung
Für die Lernhelfer gebe es auch eine Entlohnung ab zehn Euro für Schüler, die dann je nach Qualifikation ansteige. Die Schüler könnten diese Hilfe in Anspruch nehmen, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. „Die Lernhilfe ist kostenfrei und hoffentlich auch treffsicher“, sagte Faßmann. Die Lernstunden könnten alleine oder auch in Kleingruppen (zu dritt) konsumiert werden.

7000 Schüler sollen über Weihnachten profitieren
Das System sei flexibel und für viele Unterrichtsfächer geeignet. „Während der zwei Wochen Weihnachtsferien können wir bis zu 7000 Schüler mit der Lernhilfe betreuen.“ Gerade bei den Maturanten werde man auch mit Förder- und Ergänzungsunterricht aushelfen, um Lernrückstände auszugleichen. Auch für die anderen Schulstufen bereite man ein entsprechendes Förderprogramm vor.

Für die Lernstunden gibt es einen Verteilungsmechanismus: 18 Lernstunden in Dreiergruppen und sechs Einzellernstunden. Bei der Lernhilfe soll es sich um „kein einmaliges Event“ handeln. Das hänge aber in weiterer Folge auch von der Finanzierung ab.

Martin Grob
Martin Grob
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