13.12.2020 12:14 |

Optimismus in Krise

Beatrice Egli: „Für keinen ist diese Zeit einfach“

Vom „DSDS“-Sternchen zum Schlagerstar: Wie sich Beatrice Egli (32) mit ihrer erfrischenden Lebenseinstellung durch dieses harte Jahr gerettet hat. Und wann wir sie demnächst wiedersehen.

Es ist dieser Frohsinn, ihr Lachen und diese grundgute Einstellung zum Leben, die jedes Gespräch mit ihr zu einer wahren Freude machen. Beatrice Egli bringt Farbe in diese taubengraue Zeit, die selbstverständlich auch sie als Schlagersängerin hart trifft. „Durch die coronabedingten Maßnahmen konnte auch ich nicht vor Publikum auftreten.“

Freundschaften in der Schlager-Branche gibt es bekanntlich nur wenige
„Dieses Jahr hat sich wie ein durchgehender Lockdown für mich angefühlt.“ Aber sie will nicht jammern, denn „es hilft ja nichts!“ Stattdessen hat die 32-Jährige ihr Album „Bunt“ fertiggestellt und ist in diesem Zusammenhang auch modisch fündig geworden - und zwar über die sozialen Medien. „Auf Instagram habe ich die wunderschönen und farbenfrohen Kleider des Designers Niko Niko entdeckt. Und ich war sofort begeistert!“ Die Folge war ein Shooting im Wiener Hotel Bristol mit dem gebürtigen Serben, der seit 2014 in Wien ansässig ist und längst als Liebling der heimischen Society in Sachen Mode gilt.

In einer seiner exklusiven Kreationen wird die Schweizerin am 19. Dezember um 20.15 Uhr in ORF 2 zu sehen sein - in der Sendung „Zauberhafte Weihnacht im Land der stillen Nacht“. Eine Weihnachtsshow aus der Flachau, moderiert von DJ Ötzi, in der auch Stars wie David Garrett, Hansi Hinterseer und Andy Borg auftreten.

Hand aufs Herz, Frau Egli: Gibt es denn auch echte Freundschaften in der Schlager-Branche? Sie denkt kurz nach. „Ich finde, dass uns Corona im Geiste doch alle ein bisschen näher hat zusammenrücken lassen. Weil wir im selben Boot sitzen. Für niemanden von uns ist diese Zeit einfach.“

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Mit Dieter Bohlen habe ich mittlerweile keinen Kontakt mehr. Aber Roland Kaiser ist immer für mich da.

Beatrice Egli

Als wahrer Freund hat sich allerdings schon lange davor einer erwiesen: Schlager-Ikone Roland Kaiser. Er nahm Beatrice Egli, die Siegerin der zehnten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ im Mai 2013 in ihren Anfängen in der Branche sofort unter seine väterlichen Fittiche. „Wo sich andere Kollegen noch gedacht haben: ,Na schauen wir mal, wie lange die bleibt‘, stand er mir mit Rat und Tat zur Seite. Und das ist heute noch so.“ Mit Dieter Bohlen, dem Mastermind von „DSDS“, hat Beatrice hingegen keinen Kontakt mehr.

Die zwangsbedingte Pause in diesem Jahr hat die gebürtige Schweizerin aber nicht nur musikalisch, sondern auch privat für sich genützt. „Endlich konnte ich wieder Zeit mit meinen Neffen und Nichten verbringen“, sagt sie strahlend. „Wir waren so oft im Wald spazieren und haben dann viele Tannenzapfen gesammelt und diese immer wieder herzförmig am Wegesrand abgelegt. Es sind so einfache Dinge, ich weiß, aber die machen mich glücklich! In den Jahren davor war ich beruflich ja sehr viel unterwegs, und da fehlte eben immer die Zeit für ausgedehnte Spaziergänge.“

Auch das Weihnachtsfest wird die Sängerin, die ein sehr enges Band zu ihren Eltern und den drei Brüdern hat, daheim im Kreise ihrer Familie nahe Zürich verbringen. „Wir hatten in der Schweiz ja nie diesen Lockdown wie ihr in Österreich. Und ich hoffe, dass wir auch diesmal unsere Großeltern einladen können. Denn ihnen würde es das Herz brechen, alleine feiern zu müssen. Wir halten uns natürlich alle an die Abstandsregeln.“

Und wie sieht es mit dem eigenen Herzen der Single-Lady aus? „Sehr gut“, sagt sie lachend. Ein Traummann ist jedoch nicht in Sicht. „Früher lag es daran, dass ich beruflich viel unterwegs war. Da kannst du mit einem Partner ja gar keine Basis schaffen. Wenn einer von beiden so gut wie nie zu Hause ist - wie soll das gehen?“ Wahre Werte in einer Beziehung sind ihr über die Maßen wichtig. Online-Plattformen zwecks Partnersuche lassen sie hingegen kalt.

Der Einkaufswagen eines Mannes sagt viel über ihn aus
„Ich möchte einen Mann gern im realen Leben treffen und auch kennenlernen. Es ist ja auch nicht so, dass ich keine Männer kennenlerne. Wenn man viel unterwegs ist, lernt man grundsätzlich viele Menschen kennen. Aber es konnte sich nicht wirklich mehr daraus entwickeln.“ Und mit Maske und Abstandsregel konnte sich in diesem Jahr erst recht nichts entwickeln, obwohl Beatrice Egli in den vergangenen Monaten nun jede Menge Zeit dafür gehabt hätte.

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Ich möchte einen Mann gern im realen Leben treffen und auch kennenlernen.

Beatrice Egli

Die Maske allerdings habe neben dem Schutz vor Corona auch sonst ihr Gutes. „Mich sprechen deutlich weniger Menschen an, wenn ich zum Beispiel im Supermarkt unterwegs bin. Denn man erkennt mich nicht mehr sofort. Außer ich beginne zu lachen. Dann erkennen mich die Menschen fast jedes Mal.“ Was sie allerdings nicht sonderlich stört. Stichwort Supermarkt: Sie kann sich gut vorstellen, ihrem Traummann genau dort zu begegnen. „Und dann würde ich zuerst in seinen Einkaufswagen schauen. Was da so drinliegt. Das sagt sehr viel über einen Menschen aus. Was kauft er ein? Wie lebt er? Ernährt er sich gesund? Spannend!“ Spricht’s und lacht! Ihr berühmtes Beatrice-Egli-Lachen. Wie schön, dass sie es sich bewahren konnte.

Isabella Großschopf, Kronen Zeitung

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