08.12.2020 08:57 |

Eingeschränkte Flüge

Corona-Pandemie: Weniger Abschiebungen

Die Zahl der Abschiebungen hat sich aufgrund der Corona-Pandemie in den ersten elf Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent reduziert. Bis Ende November erfolgten laut dem Innenministerium insgesamt 7788 Außerlandesbringungen, 3973 oder 51 Prozent davon erfolgten freiwillig.

Eine grundsätzliche Aussetzung hat es laut dem Innenressort jedoch nicht gegeben. Abschiebungen seien aber in der Praxis stark von internationaler Kooperation abhängig, hier gebe es aufgrund der aktuellen Lage zahlreiche und in den einzelnen Ländern unterschiedliche Restriktionen. Praktische Einschränkungen gebe es nicht nur beim Flugbetrieb und aufgrund von Grenzschließungen, sondern u.a. auch wegen der Aussetzung von Rückübernahmen durch die Herkunftsstaaten.

Im Jahr 2019 waren 12.432 Ausreisen erfolgt, davon 5728 freiwillig (46 Prozent) und 6704 zwangsweise. Von den 2020 bisher durchgeführten Außerlandesbringungen (freiwillige und zwangsweise) erfolgten die meisten nach Serbien, Georgien und Albanien (Stand Ende Oktober). Insgesamt wurden heuer 19 Charter-Flüge durchgeführt, mit den Zieldestinationen Nigeria, Afghanistan, Georgien und Pakistan. Seit dem ersten Lockdown fanden u.a. sieben Charterabschiebungen nach Georgien statt.

Freiwillige Rückkehr hat „absoluten Vorrang“
Die freiwillige Rückkehr habe aber auch in der aktuellen Corona-Situation weiterhin „absoluten Vorrang“, hieß es aus dem Innenministerium zur APA. Man unterstütze aktuell freiwillige Heimkehrer etwa durch die „Mitnutzung“ von Repatriierungsflügen.

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