05.11.2020 17:00 |

Ski alpin

Nach „Kitz“-Sperre dichtes Gedränge am Pass Thurn

Die Sperre des Kitzsteinhorns aufgrund des Lockdowns im November trifft auch den Salzburger Ski-Nachwuchs hart. Eine Ausweichmöglichkeit besteht derzeit auf dem Pass Thurn – aber auch dort spielen die Witterungbsbedingungen nicht immer mit.

Die Weltcup-Parallelrennen in Lech/Zürs mussten am Mittwoch von Mitte auf Ende November verschoben werden. Grund: Schneemangel und zu hohe Temperaturen. Die hohen Temperaturen bis ins Gebirge verhindern dieser Tage auch, dass der Salzburger Ski-Nachwuchs auf dem Pass Thurn seine Trainingseinheiten absolvieren kann. Erst am Freitag soll es wieder gehen. Das Skigebiet zwischen Mittersill und Kitzbühel bietet aktuell trotzdem die einzige Chance, dass die Kaderläufer überhaupt auf Schnee trainieren können.

Spitzensportler dürften trotzdem fahren
Denn das Kitzsteinhorn hat aufgrund des Lockdowns am Montag zumindest einmal bis Ende November seinen Betrieb eingestellt. Spitzensportler dürften ja trotzdem die Aufstiegshilfen benützen, aber wenn zugesperrt wird, nützt das nichts. „Betriebswirtschaftlich verständlich, aber natürlich ist das nicht gut für uns“, sagt der sportliche Leiter der Sparte Ski alpin im SLSV, Ludwig Brunner, „wir haben das Glück, dass wir auf dem Pass Thurn fahren können. Aber auch nur die SLSV-Kaderläufer und einige Schüler aus Schwerpunktschulen, weil sie in den Spitzensportlerstatus fallen.“ Das sind in Salzburg aber gerade einmal 40 bis 50 Kinder.

Bedarf auch aus anderen Bundesländern
Der Rest aus allen anderen Skiklubs des Landes kann derzeit nicht trainieren. Am Pass Thurn herrscht dennoch ein reges Treiben. Auch aus anderen Bundesländern gibt es Bedarf. Und Priorität haben ohnehin die Weltcupläufer wie Roland Leitinger, der zuletzt gesichtet wurde. „Es wird in acht Linien trainiert, zwei Einheiten hintereinander. Sprich: die einen von 8 bis 11 Uhr, die anderen von 11 bis 14 Uhr“, erzählt Brunner. Er hofft inständig, dass zumindest noch ein Gletscherskigebiet aufsperrt. „Sölden hat zu, der Mölltaler Gletscher und der Dachstein ebenso. Für uns wäre logistisch klarerweise das Kitzsteinhorn am besten“, betont Brunner. Der auch in punkto Rennsaison im Dunklen tappt. „Es gibt zwar von FIS-Rennen abwärts inklusive Landescup einen vorläufigen Kalender. Doch was durchführbar ist, wissen wir momentan nicht.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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