2. Fall binnen 3 Tagen

Wolf soll in Oberhofen ein Kalb gerissen haben

Es ist das zweite Kalb binnen drei Tagen, das auf der Weide einem Wolf zum Opfer gefallen sein soll. Aber es kann sich nicht um denselben „Isegrim“ handeln, denn der erste verdächtige Riss war in St. Ulrich im Mühlkreis und der zweite passierte im mehr als 100 Kilometer entfernten Oberhofen am Irrsee.

„Beim Riss im Mühlviertel konnte ein Fuchs mittels DNA nachgewiesen werden“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Max Hiegelsberger. Aber da das junge Angusrind fast vollständig aufgefressen worden war, glauben Jäger vor Ort nicht an einen Fuchs als „Hauptnutzer“. Jetzt wurde eine zweite Genprobe ins Labor geschickt, deren Auswertung aber noch offen ist. Ebenso jene, die bei einem in Oberhofen am Irrsee am 21. Oktober - drei Tage nach dem Vorfall im Mühlviertel - gerissenen Kalb genommen worden war.

Etwa 30 Sichtungen
Sollte sich in diesen zwei Fällen der Wolf bestätigen lassen, würden heuer zehn Risse von Nutz- und Wildtieren in Oberösterreich aktenkundig sein. Dazu kommen noch etwa 30 Sichtungen von Wölfen im Landesgebiet und der überfahrene Isegrim von Münzkirchen. Die fünf Wolfsbeauftragten im Land Oberösterreich gehen davon aus, dass es sich bei allen Wölfen im Land um herumziehende Einzeltiere handelt und es noch keine Rudelbildung gibt.

Almbauern fordern „wolfsfreie Zone“
Jene Wolfsfamilie, die an der Grenze Mühl- und Waldviertel vor zwei Jahren für Unruhe sorgte, weil Tiere in der Nähe von Häusern gesichtet worden waren, ist mittlerweile nicht mehr auffindbar. Die Forderung von Almbauern und Landwirtschaftskammer nach einer „wolfsfreien Zone“ im Süden des Landes fand übrigens keinen großen Widerhall.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Sonntag, 16. Mai 2021
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