Nach Rekordfund

Mühlviertler Waffennarr (65) steht nun vor Gericht

Es war ein im wahrsten Sinn explosiver Fund, den die Polizei Anfang April in Rainbach im Mühlkreis gemacht hat: Ein Ex-Soldat hatte in seinem Keller über Jahre hinweg 150 Waffen und eine Million Stück Munition gehortet. Am kommenden Mittwoch steht der 65-jährige Mühlviertler Waffennarr in Linz vor Gericht.

30 Polizisten waren Anfang April sieben Stunden lang damit beschäftigt, das Waffenlager des Mühlviertlers zu räumen. Am Ende des Tages staunten die Ermittler nicht schlecht. Der Waffennarr hatte in seinem Keller 150 Waffen, eine Million Stück Munition, 57 Schalldämpfer und Kriegsmaterial gehortet – angesammelt in 30 Jahren. Zum Teil soll der Frühpensionist die Schusswaffen auch selbst angefertigt haben. In bester Qualität, wie ihm die Polizeiwaffenmeister bestätigten. Nur 19 Waffen waren auf seinen Namen registriert, wie man nach seiner Verhaftung mitteilte.

Verfassungsschutz ermittelte
Im April schaltete sich auch das Landesamt für Verfassungsschutz in die Ermittlungen nach dem Rekordfund ein. Man prüfte, ob der Ex-Soldat mit den Waffen gehandelt hatte. Ein schwerwiegender Verdacht, der sich aber in der Folge nicht bestätigte.

Ex-Geliebte ließ ihn auffliegen
Beim Prozess am Landesgericht Linz wird ihm daher „nur“ Fahrlässigkeit vorgeworfen. Die Strafdrohung beträgt bis zu drei Jahre Haft. Angeklagt ist auch Nötigung gegenüber seiner Ex-Geliebten. Denn sie war es, die den Sammler nach der Trennung auffliegen lassen hatte

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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