28.10.2020 10:00 |

Wirbel um Postings

In der grünen Giftküche brodelt‘s gehörig

Heimatliebe ist für die Jungen Grünen so wichtig wie ein „Hundshäuferl“. Die „Söldner Hoteliers“ sind offenbar Feindbilder für die Tiroler Grünen. Die FPÖ streut Salz in die Wunden: „Wie lange schaut LH Platter da noch zu?“, fragt Landesparteiobmann Markus Abwerzger.

Klubobmann Gebi Mair von den Tiroler Grünen ist nicht zu beneiden: Einerseits pflegt er selbst einen fast amikalen Umgang mit seinem Gegenüber von der ÖVP, Klubobmann Jakob Wolf, und hält somit die schwarz-grüne Koalition am Laufen.

Lieber Opposition?
Auf der anderen Seite hat Mair in seiner Truppe offenbar einige, die lieber in Opposition wären. Nur offen zugeben traut sich das von den Rebellen natürlich keiner. Ihr Mut beschränkt sich darauf, im Internet irgendetwas zu posten, das die Basis beruhigt oder das für originell oder witzig gehalten wird. Manchmal ist es leider keines von beiden, wie die jüngsten Elaborate aus der grünen Giftküche beweisen.

Die „Söldner“
Da regt sich beispielsweise LA Michael Mingler über die „Söldner“ auf und meint damit die Bewohner von Sölden. Die Sölder oder Söldener wundern sich über soviel Heimatwissen eines Landtagsabgeordneten. Wobei Heimat eh’ sch.... ist, wie in einem Posting aus dem Umfeld der grünen Ex-Gemeinderätin in Innsbruck und nunmehrigen Nationalrätin Barbara Neßler zu lesen ist. Sie selbst will damit nichts zu tun haben: „Ich halte das Posting für entbehrlich, aber es ist ein Privileg der Jugend, manchmal auch über das Ziel hinauszuschießen.“

VP-Kircher: Unentschuldbar
Letztklassig, unentschuldbar und untragbar findet JVP-Landesobfrau Sophia Kircher dieses Spotten der Jungen Grünen anlässlich des Nationalfeiertags - „vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Partei in Regierungsverantwortung ist“. Nur wer sie dahin gebracht hat, schreibt Kircher nicht.

Gefundenes Fressen
Für die Blauen sind Querelen dieser Art natürlich ein gefundenes Fressen: Landesparteichef Markus Abwerzger fordert auch die Funktionäre und Politiker des Wirtschaftsbundes auf, „sich öffentlich zu empören, nicht nur in den sozialen Medien. Der größte Feind der Interessen Tirols sitzt in der eigenen Regierung“, sagt der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann. Mingler bezeichnet er als „grünen Wiederholungstäter“, der den Tourismus in Tirol wiederholt in Misskredit bringe. „Auf Twitter sind die Grünen Riesen, in der Realität bemitleidenswerte Zwerge. Ich frage mich, wie lange LH Günther Platter diesen Sauhaufen noch duldet.“

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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