16.10.2020 07:02 |

Haslauer entschlossen:

„Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern“

Die Corona-Fallzahlen steigen in Salzburg weiter rasant an. Die Landesregierung verschärft die Maßnahmen jetzt immens. Kuchl steht ab Samstag unter Quarantäne.

Dramatisch, besorgniserregend, unüberschaubar: Die Landesregierung fand am Donnerstag drastische und klare Worte. Die Zahl der Neuinfektionen schnellte zuletzt auf mehr als 130 Fälle pro Tag in die Höhe - die meisten Corona-Kranken gibt es weiterhin im Tennengau. Besonders prekär ist die Lage in Kuchl: „Dort ist die Situation mittlerweile außer Kontrolle“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).

Kuchl treffen die neuen Maßnahmen besonders hart. Ab Mitternacht wird die Gemeinde bis zum 1. November unter Quarantäne gestellt. Das bedeutet: Die Ein- und Ausreise ist künftig verboten. Ausnahmen gibt es nur für die Versorgung mit Lebensmitteln oder Heizmaterial, für Einsatzfahrzeuge und für Pendler, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Die Gastronomie im Ort muss schließen. Supermärkte bleiben offen - allerdings nur für Ortsbewohner. Zudem gelten ab Samstag Ausgangsbeschränkungen.

Privatpartys in ganz Salzburg jetzt untersagt
Im gesamten Tennengau gilt seit dieser Woche ein Verbot von privaten Feiern außerhalb der eigenen vier Wände. Dies gilt ab Samstag für das gesamte Bundesland. Zudem sind nur noch Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen erlaubt.

Die auf 22 Uhr vorverlegte Sperrstunde bleibt bis mindestens Allerheiligen. Wirte müssen künftig ihre Gäste registrieren - oder ihre Betriebe schließen.

„Wir wollen mit diesen Maßnahmen einen Lockdown verhindern“, sagte Haslauer und warnte gleichzeitig vor einer Überforderung des Gesundheitssystems. In zwei Wochen könnte es so weit sein.

Im Raum standen noch härtere Maßnahmen
Die Bildungsampel des Landes steht nun vielerorts auf Orange. Dem Vernehmen nach gab es Pläne, die Ampel auf Rot zu setzen - Schulschließungen inklusive. Dies wurde nach einem Veto des Bildungsministeriums verworfen.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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