15.10.2020 10:15 |

Emotional:

Kampf um Salzburgs AUA-Mitarbeiter

Jene 20 AUA-Angestellten am Salzburger Flughafen, die wegen der Einstellung der wichtigen Wien-Verbindung ihre Jobs verlieren werden, tappen weiter über ihre Zukunft im Dunklen. Am Mittwoch wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft die weitere Vorgehensweise diskutiert. Das Ziel: Der Schritt in die Kurzarbeit 3 und dann ein faires Angebot für die Vertragsauflösung.

„Die Versammlung verlief heftig und emotional“, berichtet Herbert Huber, Regionalsekretär der Gewerkschaft, über die Versammlung mit den AUA-Mitarbeitern. „Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumreden. Der AUA-Standort in Salzburg ist mit dem Ende der Wien-Verbindung Geschichte“, fügt Huber hinzu. Daher müsse man „faire und menschliche Angebote“ für die Angestellten erkämpfen. Bisherige Gespräche führten zu keinem Ziel. „Es wurde angeboten, dass sie nach Wien gehen können. Wir haben aber erfahren, dass auch dort Stellen abgebaut werden sollen“, ist Huber sauer.

Soziale Verantwortung des Unternehmens
2,5 Stunden dauerte die Versammlung am Mittwochvormittag. Mit dabei war auch der Vorsitzende Betriebsrat der AUA, Rene Pfister. Dieser hatte schon im Vorfeld seinem Ärger Luft gemacht: „Wenn Millionen für Manager Boni vorhanden sind, dann muss auch noch genug Geld für Beschäftigte da sein.“ Er verweist auf den bestehenden Kollektivvertrag. „Auch da müssen die Vereinbarungen eingehalten werden.“

Gerade durch die mit Steuergeld finanzierten Staatshilfen für das ehemalige österreichische Unternehmen – die AUA gehört mittlerweile der deutschen Lufthansa – gäbe es eine soziale Verantwortung durch die Luftlinie. Doch wie geht es jetzt tatsächlich weiter? „Wir werden alles unternehmen, damit die Kurzarbeit 3 schlagend wird. Danach werden wir uns jeden Einzelnen wegen der Vertragsauflösung anschauen“, so Huber.

Felix Roittner
Felix Roittner
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