06.10.2020 12:03 |

Spieler sauer

PS5-Starttitel „Godfall“ kommt mit Online-Zwang

Das Thema Online-Zwang bei Spielen erhitzt seit Jahren immer wieder die Gemüter. Nach unter anderem „SimCity“ oder „Need for Speed“ sorgt aktuell ein Starttitel für Sonys PlayStation 5 mit seinem Bedürfnis nach einer dauerhaften Internetverbindung für Unmut bei den Gamern: „Godfall".

Das Action-Rollenspiel von Counterplay Games soll am 12. November für PC und PS5 erscheinen und neben einer Einzelspielerkampagne auch einen Online-Koop-Modus für bis zu vier Spieler bieten. Eine Notwendigkeit für eine dauerhafte Internetverbindung ergibt sich daraus allerdings nicht. Umso überraschter dürften Fans gewesen sein, als sie auf der offiziellen PlayStation-Seite zum Spiel den Vermerk „Online Play Required“, also „Online-Spiel erforderlich“ entdeckten.

Auf Nachfrage bestätigte der Entwickler via Twitter, dass „Godfall“ zwar kein „Service Game“ sei, also im Gegensatz zu Online-Mehrspieler-Titeln wie etwa „Destiny 2“ oder „Anthem“ nicht fortlaufend mit neuen Spielinhalten versorgt werden soll, aber dennoch zum Spielen eine dauerhafte Internetverbindung benötige.

„Ich habe das Spiel von meiner Wunschliste gestrichen“
Viele Gamer, die bereits mit dem Kauf liebäugelten, dürften daraufhin ihr Interesse an dem Spiel verloren haben, fürchten sie doch, dass das Spiel unbrauchbar werden könnte, sollten die Server eines Tages, etwa mangels entsprechender Spielerzahlen, abgedreht werden. „Ich habe das Spiel sofort von meiner Wunschliste gestrichen, als ich davon erfahren habe. Scheiß drauf“, kommentiert ein empörter Gamer einen Bericht zum Online-Zwang auf kotaku.com.

Ein anderer schrieb: „Jedes Spiel, das ich nicht besitzen und offline spielen kann, interessiert mich nicht. Ich würde es hassen, wenn ‘Godfall‘ zu meinem Lieblingsspiel würde und ich 20 Jahre später nicht mehr in der Lage wäre, es zu spielen“. Und noch ein anderer Leser kommentiert: „Der Mehrspieler-Koop macht mit Freunden Spaß, aber den größten Teil meiner Zeit würde ich damit verbringen, alleine zu spielen. Dafür sollte ich nicht online sein müssen.“

Spätes Einsehen?
Vielleicht haben Entwickler Counterplay und Publisher Gearbox am Ende ja doch noch ein Einsehen - spätestens dann, wenn die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen entsprechen sollten oder technische Probleme den Start vermiesen. Ähnlich erging es EA mit seinem Aufbaustrategiespiel „SimCity“ 2013: Wegen massiver Verbindungsprobleme war das Spiel zum Verkaufsstart praktisch unspielbar. Ein Shitstorm war die Folge. Nach einer Entschädigung in Form von Gratis-Spielen lenkte der Publisher ein Jahr nach dem Release schließlich ein und spendierte dem Titel via Patch einen Offline-Modus.

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