28.09.2020 07:20 |

„Krone“-Kommentar

Lichtlein am Ende der politischen Tunnelfahrt

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Die Erhöhung der Pensionen war endlich eine von den besseren Nachrichten. Sonst waren die Wortmeldungen aus der Kanzlerpartei zuletzt eher irritierend. Die täglichen Bösartigkeiten sind längst Bestandteil des Wiener Wahlkampfs.

Aber bei aller Bedeutung der Bundeshauptstadt und ihrer 1,9 Millionen Einwohner: Alle zusammen, auch die 6,9 Millionen Österreicher in den acht anderen Bundesländern, müssen den zunehmend unglücklicher verlaufenden gesundheits-, europa- und wirtschaftspolitischen Schleuderkurs der türkis-grünen Koalition mit ausbaden.

Ein kleines Lichtlein am Ende der politischen Tunnelfahrt ist aber in Aussicht. Nach den Wahlen in Wien am 11. Oktober sollte dieser Spuk beendet sein. Die bestimmenden Kräfte in der Regierung könnten sich danach mehr an der Vernunft orientieren und weniger von Umfragen leiten lassen. Das wäre klug, weil man auch drei Wochen über die Wien-Wahl hinaus denken sollte. Da steht eine wirklich fundamentale Entscheidung bevor: Am 3. November wird der US-Präsident gewählt.

Virusbedingt taumelt die Weltmacht in die schwerste Depression ihrer jüngeren Geschichte. Sollten die USA durch die Präsidentenwahl in noch heftigere Turbulenzen stürzen, wird der Orkan aus dem 7000 Kilometer Luftlinie entfernten Washington auch Österreich erreichen. Eine Metropole wie Wien bleibt im globalen Ernstfall von einem atlantischen Sturmtief nicht verschont. Europas Staaten haben dann überhaupt keine andere Überlebenschance als zusammenzustehen.

Claus Pándi, Kronen Zeitung

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