Gut ausgelastet

BMW-Motorenwerk in Steyr fast wie gallisches Dorf

Absatzeinbrüche, Sparkurse, brutale Auslese - das sind einige der Begriffe, die weiter in einem Atemzug mit der Autoindustrie fallen. Angelehnt an Asterix kommt das BMW-Motorenwerk in Steyr wie ein gallisches Dorf daher. Der Großteil der 14 Fertigungslinien und neun Montagebänder ist hier im regulären Betrieb.

Mit Ende Juni beendete das BMW-Motorenwerk die Kurzarbeit. Ein Abbau von Stellen ist derzeit nicht angedacht. Denn: Obwohl die Autoindustrie in der Krise steckt, läuft es am Standort in Steyr vergleichsweise rund. Die Nachfrage nach BMW- und MINI-Fahrzeugen zog in China bereits vor dem Sommer an, ab Juli stieg auch in Europa die Nachfrage wieder.

Teilweise sogar Drei-Schicht-Betrieb
In den USA dagegen bleibe die Lage weiterhin angespannt und unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Für das von Alexander Susanek geführte Werk bedeutet das, dass sich ein Großteil der Fertigungslinien und Montagebänder wieder im regulären Zwei-Schicht-Betrieb befindet, einige davon sogar im Drei-Schicht-Betrieb.

Fürsprecher für MAN
Über dem 2,4 Kilometer entfernten MAN-Werk sind dagegen dunkle Wolken. Der Lkw-Hersteller plant die Schließung des Standorts samt 2300 Mitarbeitern bis Ende 2023. Die Bürgermeister aus Steyr, Adlwang, Aschach, Bad Hall, Behamberg, Dietach, Garsten, Großraming, Grünburg, Haidershofen, Laussa, Losenstein, Pfarrkirchen, Reichraming, Rohr, Maria Neustift, Schiedlberg, Sierning, St. Ulrich, Steinbach, Ternberg, Waldneukirchen, Weyer und Wolfern wollen das nicht hinnehmen. Sie appellieren an den MAN-Vorstand, „von der Werksschließung abzurücken“.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 20. Oktober 2020
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