16.09.2020 13:11 |

500.000 Euro Schaden

2000 Polizisten seit 2018 bei Übergriffen verletzt

Etwa 2000 Polizisten sind in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Zuge von Übergriffen verletzt worden, insgesamt wurden in diesem Zeitraum exakt 3474 tätliche Übergriffe auf Beamte gezählt. Das geht aus einer Anfragebeantwortung durch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) an FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer hervor, wie dieser am Mittwoch berichtete.

Wurden im Jahr 2018 noch 1248 tätliche Übergriffe verzeichnet, waren es 2019 bereits 1517 und im ersten Halbjahr 2020 - trotz Lockdown - 700. Im selben Zeitraum wurden 1947 Polizisten im Einsatz verletzt, 125 von ihnen schwer. Allerdings seien diese Zahlen laut Innenministerium unvollständig, so die FPÖ, denn die Steiermark und Vorarlberg würden derartige Statistiken nicht führen.

Rund eine halbe Million Euro Schaden
Auch bei den gegen die Polizei gerichteten Sachbeschädigungen gab es steigende Zahlen: Im Jahr 2018 sind Schadenssummen von rund 139.500 Euro entstanden, ein Jahr später waren es rund 241.500 Euro. Mit den rund 82.000 Euro Sachschaden im ersten Halbjahr 2020 ergibt sich fast eine halbe Million im angefragten Zeitraum.

„Sachliche und faire Debatte“ gefordert
„Die Zunahme an Gewalt gegen die Exekutive ist absolut inakzeptabel und auf das Schärfste zu verurteilen“, sagte Amesbauer. Der FPÖ-Sicherheitssprecher sprach sich gegen „einseitiges Polizei-Bashing“ aus und forderte eine „sachliche und faire Debatte“. Gleichzeitig kritisierte er „die mangelnde Datenerhebung im Innenministerium“.

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