Drastischer Schritt

OÖ: Keine Freitagsgebete wegen Reiserückkehrern

50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus zählte Oberösterreich am Donnerstag - insgesamt sind 372 Erkrankte aktuell bekannt. Um vorbeugend Maßnahmen zu treffen und damit weitere Ansteckungen zu vermeiden, entschloss sich die Islamische Religionsgemeinde Oberösterreich zu einem recht drastischen Schritt: Da gerade mit Schulbeginn in der kommenden Woche mit Reiserückkehrern zu rechnen ist, werden die nächsten zwei Freitagsgebete ausgesetzt.

Der Cluster rund um eine Moschee in Freistadt umfasst mittlerweile 33 Personen - neun Besucher und 24 Folgefälle in deren privaten Umfeld. Die neu hinzugekommenen Fälle sind allesamt bereits in Quarantäne, hieß es vonseiten des Krisenstabs. Seit 28. August ist die Moschee geschlossen. Der Bezirk Freistadt sticht aktuell mit 60 positiven Fällen in Oberösterreich hervor, dennoch ging Bezirkshauptfrau Andrea Außerweger am Donnerstagnachmittag eher nicht davon aus, dass die Ampelfarbe am Freitag von Grün auf Gelb wechseln werde.

Zwar hatten sich die Fallzahlen zuletzt erhöht, allerdings würde es nur zu Ansteckungen im Familienverband kommen, die Quelle sei damit sehr gut abgegrenzt und die Situation beherrschbar, hieß es.

So steht es um andere Bezirke
Angesichts der bevorstehenden zweiten Schaltung der Corona-Ampel am Freitag lohnt ein Blick auf die anderen Bezirke des Bundeslandes: Linz-Stadt (zuletzt gelb) zählt mittlerweile weniger Fälle als in der Vorwoche, Stand Donnerstag, 12 Uhr, waren es 39 Erkrankte, Wels-Stadt zählt 25, Steyr-Stadt meldete 17 Fälle, Kirchdorf 21, Linz-Land 47, Steyr-Land 23 und Vöcklabruck 45.

In der Erstaufnahmestelle St. Georgen im Attergau (Bezirk Vöcklabruck) wurde am Donnerstag ein positiver Test bei einer asylwerbenden Person gemeldet. 21 Abstriche von Kontaktpersonen wurden genommen. Die Ergebnisse, die vom Bund abgewickelt werden, werden für Samstag erwartet.

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Montag, 21. September 2020
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