Es ist schon kurios, wenn offenbar ausgerechnet die Schuldnerberatung mit Geldmitteln zu wenig sorgsam umgeht. Aber genau das kritisiert der steirische Rechnungshof in seinem aktuellen Bericht: Die staatlich anerkannte Einrichtung müsse mit Landesgeldern sparsamer haushalten und mehr Landes-Einfluss zulassen.
Wer Steirer berät, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, sollte in Geld-Angelegenheiten besonders sattelfest sein. Doch ausgerechnet der Schuldnerberatung (die vom Land finanziert und von zwei Gesellschaftern, der Caritas und dem bfi betrieben wird), wirft der Landesrechnungshof zu großzügigen Umgang mit Steuergeld vor.
Was den Repräsentationsaufwand und freiwillige Sozialausgaben betrifft, mahnt Direktor Heinz Drobesch eindringlich mehr Sparsamkeit mit den Geldmitteln ein. Angesichts hoher Fahrtkosten müsse auch geprüft werden, ob gewisse Beratungsleistungen nicht auch telefonisch angeboten werden könnten.
„Verpflegungskosten werden in voller Höhe übernommen“
Recht großzügig sind die Finanzberater zudem bei Dienstreisen ihrer Mitarbeiter: „Derzeit werden Verpflegungskosten von Mitarbeitern nach Vorlage der Rechnungen in voller Höhe übernommen“, wundern sich die Landes-Prüfer.
Problematisch ist darüber hinaus der Umgang mit Klienten-Daten: Ursache von Verschuldungen, die Arbeitssituation und die Höhe der Schulden werden nicht systematisch ausgewertet, so die Kritik.
In die FPÖ und Neos prompt einstimmten: „Fördertechnischen Blindflug“ werfen die Parteien der politisch zuständigen SPÖ-Landesrätin Doris Kampus vor.










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