31.08.2020 18:40 |

Umspannwerk Villach

230 Tonnen schwerer Trafo rollte durch Fürnitz

Für das derzeit in Bau befindliche drittgrößte Umspannwerk Kärntens in Fürnitz bei Villach, wurde Montagabend eines der wichtigsten Elemente geliefert - und zwar ein 230 Tonnen schwerer 220/110-kV-Transformator, der mittels Sondertransdort durch Fürnitz rollte. Damit soll künftig das 220-kV-Netz der Austrian Power Grid (APG) mit dem 110-kV-Netz der KNG-Kärnten Netz GmbH verbunden werden und somit die Versorgungssicherheit des Bundeslandes, weit über den Großraum Villach hinaus, deutlich erhöhen.

Hierfür wurde ein aufwändiger Sondertransport eingerichtet. Stolze 230 Tonnen bringt der Trafo auf die Waage, welcher zuerst mittels Schiff und Bahn bis Fürnitz transportiert wurde. Die größte Herausforderung war allerdings die letzte Etappe, durch das Ortsgebiet über die Werkszufahrt, bis zum Fundament. Die letzte Fahrt wurde wegen des schlechten Wetters auf zwei Tage aufgeteilt. Den finalen Abschnitt fuhr der Trafo am Dienstag. Zur Mittagszeit ist er nach einer 1600 Kilometer langen Reise am Zielort angekommen.

Bei uns in Kärnten gibt es aktuell zwei 220/110-kV-Netzabstützungen zwischen dem österreichweiten Stromtransportnetz der APG (Austrian Power Grid) und dem Landesverteilnetz der KNG-Kärnten Netz GmbH, das den Strom direkt zu den Haushalten und Betrieben bringt: Die APG-Umspannwerke Malta im Mölltal und Obersielach bei Völkermarkt.

Ein dritter Knoten entsteht nun mit der Anlage in Fürnitz bei Villach. Im Frühjahr 2021 soll die neue 220/110-kV-Netzabstützung in Betrieb genommen werden und die Stromversorgung aller Kunden im Großraum Villach für die nächsten Jahrzehnte sicherstellen. 80 Millionen Euro wurden dafür investiert; eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Villach und Umgebung.

Von
Dorian Wiedergut
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