31.08.2020 11:42 |

Sexistisch

Mehrheit kritisiert Frauenbild in Videospielen

Sexismus in Computer- und Videospielen ist ein seit Jahren viel diskutiertes Thema. Denn obwohl inzwischen nahezu ebenso viele Frauen wie Männer zumindest gelegentlich in ihrer Freizeit „zocken“ (44 zu 49 Prozent), fühlen sie sich nach wie vor unterrepräsentiert und problematisch dargestellt. Letzteres sehen inzwischen glücklicherweise auch immer mehr Männer so, wie eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zeigt.

Insgesamt meinen zwei Drittel (66 Prozent), Frauen würden in Games mitunter sexistisch dargestellt. Dies sehen 70 Prozent der Spielerinnen und 61 Prozent der männlichen Spieler so. Kaum geringer ist mit insgesamt 60 Prozent der Anteil der Befragten, die die Rolle von Frauen in Video- und Computerspielen mitunter als klischeemäßig erachten (Frauen: 65 Prozent, Männer: 55 Prozent).

Demnach wünscht sich über die Hälfte der Gamer (53 Prozent) mehr starke weibliche Figuren in Video- und Computerspielen - die Frauen unter ihnen äußern diesen Wunsch mit 59 Prozent sehr viel häufiger als die Männer (46 Prozent). Und: Gamer wünschen sich grundsätzlich mehr Diversität in den Spielen. 43 Prozent möchten neben männlichen oder weiblichen auch diverse Charaktere auswählen können.

„Zwar hat die Zahl von Video- und Computerspielen, in denen weibliche Charaktere nicht einem stereotypen Frauenbild entsprechen, in jüngster Zeit zugenommen. Allerdings fühlen sich viele Frauen weiterhin nicht angemessen repräsentiert“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Für Spieleentwickler ist viel Luft nach oben, wenn es um ein zeitgemäßes Bild von Frauen und diversen Figuren in Games geht.“ 

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