Wirtschafts-Comeback

Kurz über Corona: „Gibt Licht am Ende des Tunnels“

Politik
28.08.2020 10:57

In seiner Rede zur aktuellen Lage hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung in Zeiten der Corona-Pandemie bedankt. „Österreich ist bisher im internationalen Vergleich gut durch diese Krise gekommen“, sagte er am Freitagvormittag. 2020 sei bisher ein „herausforderndes Jahr“ gewesen. „Die gute Nachricht ist, es gibt langsam Licht am Ende des Tunnels.“ Laut dem ÖVP-Chef ist es aus heutiger Sicht „sehr wahrscheinlich“, dass die Menschen im nächsten Sommer zur gewohnten Normalität zurückkehren könnten. Weiters kündigte der Kanzler für das kommende Jahr ein Comeback der Wirtschaft an.

Laut Kurz sei sehr wahrscheinlich, dass die Corona-Krise kürzer dauern werde, als viele Experten ursprünglich vorhergesagt hätten. Der Kanzler stützt sich in seinen Aussagen auf Gespräche mit Gesundheitsexperten, Forschern und Pharmaunternehmen in den vergangenen Wochen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab am Freitag in seiner Erklärung an die Nation einen Ausblick auf den kommenden Herbst. (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab am Freitag in seiner Erklärung an die Nation einen Ausblick auf den kommenden Herbst.

„Wir wissen heute wesentlich mehr als zu Beginn der Pandemie. Wir wissen, wie und so sich Menschen anstecken, für wen es gefährlich ist und wie man sich bestmöglich dagegen behandeln lassen kann.“

„Herausfordernde Zeit in den nächsten Monaten“
Die Fortschritte bei Impfungen, Therapien und Tests sollten den Weg zurück zur Normalität möglich machen. Das Virus habe sich bereits vielfach verändert. Es könne sein, dass es einerseits ansteckender, aber andererseits auch harmloser geworden sei. Klar sei aber auch, dass in den nächsten Monaten noch einmal eine „herausfordernde Zeit“ (Schulbeginn, kältere Jahreszeit, neue Grippewelle, Wechsel der Aktivitäten von draußen nach drinnen) bevorstehe. „Dadurch kann sich die Situation zuspitzen.“

(Bild: Krone KREATIV)

Über neue Maßnahmen wird nächste Woche beraten
Deshalb werde die Bundesregierung in der nächsten Woche die aktuelle Situation evaluieren und über eventuelle notwendige neue Maßnahmen beraten. „Unser Zugang bleibt: So viel Freiheit wie möglich und so viele Einschränkungen wie notwendig.“ Wichtig sei vor allem, den Mindestabstand zu Mitmenschen einzuhalten. Sollte eine Impfung zugelassen werden, werde sie freiwillig sein. Österreich habe keine Impflicht und werde sie auch nicht einführen, versicherte Kurz.

Kanzler will Attraktivität des Standortes Österreich stärken
Kurz kündigte in seiner Rede auch das wirtschaftliche Comeback Österreichs für kommendes Jahr an. „Dieses Jahr werden wir knapp sieben Prozent unserer Wirtschaftskraft einbüßen. Aber wir können uns sicher sein: Nächstes Jahr kehrt das Wachstum zurück und unser Comeback wird beginnen“, so Kurz. Damit dies gelingt, wolle die Regierung die Attraktivität des Standortes stärken.

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen werde Österreich versuchen, als Standort noch attraktiver zu werden. Dazu gehöre auch ein Gründerpaket. „Denn gerade in einer Zeit, in der es vermehrt Insolvenzen geben wird, ist die beste Antwort darauf, Neugründungen zu erleichtern“, sagte Kurz. Zudem sollen so viele Menschen wie möglich, die aktuell arbeitslos sind, in Zukunftsbranchen vermittelt werden. Innovative kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups sollen steuerliche Anreize erhalten. Ein großes Ziel dabei werde die Ökologisierung der Wirtschaft sein.

(Bild: APA, Krone KREATIV)

Die Schwerpunkte werden in den Bereichen Digitalisierung und Pflege sein, wo besonderes Potenzial bestehe. Alleine in der Pflege werden bis 2030 mehr als 70.000 zusätzliche Fachkräfte gebraucht werden. Und durch die digitale Transformation könnten bis zu 20.000 zusätzliche Jobs entstehen. „Diese Potenziale wollen wir nutzen“, so Kurz.

Home-Office, regionale Produkte
Im Fall von temporären und lokalen Schulschließungen wegen steigender Infektionszahlen könnten Eltern zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause drei Wochen Sonderurlaub nehmen. Weiters sollen die Sozialpartner Vorschläge für eine verbesserte gesetzliche Grundlage für das Home-Office erarbeiten und eine Offensive für den Kauf heimischer Produkte gestartet werden.

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