Wasservorrat erschöpft

Dürre in England „von nationaler Bedeutung“

Ausland
12.08.2025 10:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem trockensten ersten Halbjahr seit 1976 hat Großbritannien die derzeit herrschende Wasserknappheit in England als „von nationaler Bedeutung“ eingestuft. Die britische Umweltbehörde (EA) erklärte am Dienstag, fünf von 14 ihrer Einsatzregionen in England litten unter Dürre und sechs weitere seien von anhaltender Trockenheit betroffen. Die Wasservorräte seien erschöpft und die Lage würde die Ernte beeinträchtigen, hieß es.

Die für Dürre zuständige nationale Behörde, welcher Vertreter der Regierung, der Landwirtschaft und der Wasserversorgungsunternehmen angehören, ist zusammengekommen, um über die Lage zu beraten. „Wir rufen alle dazu auf, ihren Beitrag zu leisten und dazu beizutragen, den Druck auf unsere Wasserumwelt zu reduzieren“, sagte Helen Wakeham, die bei der EA für den Bereich Wasser zuständig ist.

Sorge in Landwirtschaft
Die Vizepräsidentin der Nationalen Landwirtschaftsvereinigung, Rachel Hallos, erklärte, es gebe „wachsende Besorgnis angesichts der kommenden Monate“, weil die Landwirte mit „extrem trockenen Bedingungen“ zu kämpfen hätten. Einige landwirtschaftliche Betriebe hätten bereits erhebliche Ernteeinbuße gemeldet, welche für die Betriebe finanziell verheerend seien und Auswirkungen auf die gesamte Ernte in Großbritannien haben könnten.

Die Wasservorräte sind erschöpft.
Die Wasservorräte sind erschöpft.(Bild: APA/AFP )

Die Pegelstände der Wasserreservoirs in ganz England erreichten in den vergangenen Tagen nur 67,7 Prozent ihrer Kapazitäten. Der Durchschnittswert in der ersten Augustwoche liegt bei einer Füllmenge von 80,5 Prozent. Nach Angaben der EA haben zudem 49 Prozent der Flüsse einen niedrigeren Wasserstand als normalerweise. In Yorkshire im Norden Englands wurde bereits die Bewässerung von Gärten verboten.

„Wir werden im nächsten Jahrzehnt mit einer zunehmenden Wasserknappheit konfrontiert sein“, sagte Wasserministerin Emma Hardy. Die Regierung plane den Bau neuer Stauseen, um die Versorgung sicherzustellen, fügte sie hinzu.

Wissenschaftler warnen, dass durch den menschengemachten Klimawandel die Häufigkeit und die Intensität von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen weiter zunehmen wird.

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