25.08.2020 14:03 |

Plan für Wintersaison

Masken in der Gondel, „kontrolliertes Après-Ski“

Skifahren in Österreich ohne Après-Ski? Für viele Wintertouristen ist das nur der halbe Spaß. Deshalb überlegt die Touristik-Branche fieberhaft, unter welchen Voraussetzungen Besucher von Skiorten auch in Zeiten von Corona abseits der Piste unterhalten werden können. So ist eine Registrierung für Nachtschwärmer angedacht, in Gondeln wird es eine Maskenpflicht geben.

„Ein kontrolliertes Après-Ski ist sicher besser als Partys in den Seitengassen“, sprach sich WKÖ-Seilbahnobmann Franz Hörl dafür aus, ein Nachtleben zu erlauben. Er plädiert deshalb für eine verpflichtende Registrierung der Gäste beim Après-Ski und in den Diskotheken der Wintersportorte, für eine Zwischensperrstunde ab etwa 18.30 oder 19 Uhr, in der die Lokale gereinigt und desinfiziert werden, sowie für eine Reglementierung der Gästezahl.

Sollte die Politik Après-Ski komplett verbieten wollen, dann müsse es dafür auch Entschädigungen geben. Er fordert eine rasche Entscheidung denn: „Drei Prozent der Umsätze könnten 97 Prozent der Saison gefährden.“ Gesundheitsminister Rudolf Anschober strebt überregionale Standards für den gesamten zentraleuropäischen Wintersport mit Italien, Frankreich und der Schweiz an, damit keiner einen Wettbewerbsnachteil habe. Branchensprecher Hörl hält dies für zu ambitioniert: „Ich denke, das wäre frühestens in der Saison 2021/22 zu erreichen.“

Maskenpflicht in Gondeln und in Warteschlagen
Seilbahnen und Zahnradbahnen zählen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, das heißt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht sowie die Einhaltung des Ein-Meter-Abstandes, sofern dies möglich ist. Auch im Anstellbereich ist die Maske zu tragen. „Das bindet sich im Winter in die Mode bestens ein“, findet Hörl.

Hörl ist gegen Begrenzung der Fahrgastzahl, da dies nur Warteschlangen produziere. 85 Prozent der Fahrbetriebsmittel seien offen, wie Sessel- oder Schlepplifte. In den 15 Prozent der Bahnen, die geschlossen sind, sei für eine Belüftung gesorgt. Er ist gegen Begrenzung der Fahrgastzahl, da dies nur Warteschlangen produziere.

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Ein kontrolliertes Après-Ski ist sicher besser als Partys in den Seitengassen.

WKÖ-Seilbahnobmann Franz Hörl

Corona-Tests „vom Skilehrer bis zum Hausmeister“
Vieles von dem, was im Winter gelten soll, habe sich bereits in der laufenden Sommersaison bewährt. Das Tragen der Maske sei von den Gästen sehr gut und diszipliniert aufgenommen worden, sagte Egger. Viele Seilbahnen hätten beschlossen, ihre Mitarbeiter zu testen. „Das werden wir im Winter sehr intensiv durchführen“, so Egger. Damit sich die Gäste sicher fühlen, sollen alle getestet werden, vom Skilehrer bis zum Hausmeister.

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