29.07.2020 15:27 |

Premier: „7% Flatrate“

Griechenland lockt Pensionisten mit Niedrigsteuer

Die Regierung in Athen will Pensionisten mit einem besonders niedrigen Steuersatz dazu bringen, ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Griechenland zu verlegen. Das hat Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Mittwoch im Parlament gesagt: „Es wird eine Besteuerung von nur sieben Prozent geben.“ Rentner aus EU-Staaten können ohne große bürokratische Hindernisse eine ständige Aufenthaltserlaubnis in Griechenland bekommen.

Der 7-Prozent-Einkommenssteuersatz gilt für alle Pensionen, unabhängig von der Höhe der Bezüge, aber auch für alle anderen Einkommen aus dem Ausland, sagte Alexis Patelis, der ökonomische Chefberater des Premierministers. Somit lohnt sich die Steuer-Flatrate besonders für Pensionisten, die neben ihrer Altersrente auch noch Mieteinnahmen oder andere Kapitalerträge erwirtschaften. Mitsotakis setzt damit voll auf die sogenannte „Silver Economy“, also die Seniorenwirtschaft.

Trotz des niedrigen Steuersatzes soll sich der Schritt für die griechische Volkswirtschaft lohnen, denn die Regierung geht davon aus, dass die Pensionisten einen Großteil ihrer Pensionseinkünfte in Griechenland ausgeben.

Corona lässt Wirtschaftskrise wieder aufflammen
Griechenland war erst vor zwei Jahren aus einer zehnjährigen schweren Finanzkrise herausgekommen. Das Land geriet aber in der Genesungsphase in die neue Corona-Wirtschaftskrise, die dem wichtigsten Wirtschaftsbereich, dem Tourismus, schwere Schäden zufügte. Athen versucht nun, mit der Einladung an die Rentner - allen voran die aus anderen EU-Staaten - mehr Steuern einzutreiben und den angeschlagenen Fremdenverkehr wieder in Schwung zu bringen.

Vor zwei Tagen hatte Griechenland bereits Schlagzeilen gemacht, weil es Tom Hanks und seiner Ehefrau Rita Wilson die griechische Staatsbürgerschaft verliehen hatte. Das Paar lebt derzeit in den USA.

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