Im Oktober spielt die DFB-Elf in der Qualifikation gegen die Türkei und Kasachstan. Die ersten beiden Quali-Partien gegen Belgien und Aserbaidschan hatte der offizielle Kapitän des Teams bereits verpasst, weil er nach einer vorherigen Verletzung noch nicht wieder einsatzbereit war. Auch die WM versäumte Ballack wegen dieser Blessur, die junge deutsche Mannschaft spielte ohne ihren "Boss" jedoch erstaunlich gut.
Experten stellten daraufhin die Frage, ob das Team überhaupt noch auf Ballack angewiesen sei, und regten den Rücktritt des 33-Jährigen an. Sie bezweifeln, dass das Team nach der Rückkehr des vergleichsweise alten Kapitäns sein schnelles Spiel beibehalten kann. Dabei hätte ein auf Ballack ausgerichtetes System ohnehin kaum Zukunft, da dieser nach der EM 2012 aus dem Team ausscheiden will.
Bundestrainer Jogi Löw hatte Ballacks Rückkehr offiziell stets zugestimmt, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dieser wieder 100-prozentig fit werde. Auch das Kapitänsamt, das derzeit von Philipp Lahm wahrgenommen wird, sollte Ballack dann zurückerhalten. Lahm hatte zuvor in Interviews geäußert, dass er die Binde in jedem Fall behalten wolle.
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