26.07.2020 17:25 |

Betreiber wehren sich

Volle Tanzflächen: Vorwürfe gegen steirische Clubs

Wie hoch die Corona-Ansteckungsgefahr bei Partys ist, zeigt derzeit der von feiernden Praktikanten ausgelöste Cluster am Wolfgangsee. Brisant sind daher Aufnahmen, die krone.at zugeschickt wurden: Sie sollen volle Dancefloors in zwei steirischen Clubs zeigen. Die Betreiber wehren sich gegen die Vorwürfe.

Die Nachtgastronomie liegt am Boden, viele Lokale sind weiter geschlossen, eine Pleitewelle droht. Um 1 Uhr muss derzeit zugesperrt werden, gerammelt volle Tanzflächen sind verboten. krone.at erhielt nun aber Fotos und Videos von zwei Clubs in der Steiermark, wo, wie es von unserem Leserreporter heißt, die „Party eskalierte“...

„Wir halten uns streng an das Gesetz“
Die Geschäftsleitung des ersten Clubs wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Der Abstand zwischen Gästegruppen wird bei uns stets eingehalten und von professionellen Securitymitarbeitern streng kontrolliert. Weiteres ist das gesamte Lokal inklusive Tanzfläche mit Tischen versehen und es werden nur Gästegruppen an den Tischen bewirtet. Wir halten uns streng an das Gesetz und die Covid-Verordnung für die Gastronomie!“

Die vorliegenden Fotos und Videos müssten daher älteren Datums oder sogar gefälscht sein, so die Geschäftsleitung. „Leute die uns Missgunst wünschen, haben das anscheinend perfekt inszeniert!“ Laut Leserreporter stammen die Aufnahmen vom vergangenen Wochenende. 

Nur 60 Personen pro Raum
Auch der zweite Clubbetreiber betont, alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten: Er hat sein Lokal in zwei Bereiche geteilt, in dem jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Personen Platz finden. Verschiedenfarbige Neonbänder kennzeichnen die Bereiche. Gäste müssen reservieren, werden zu den Tischen - die auch auf der Tanzfläche stehen - gebracht und auf die Sicherheitsmaßnahmen wie Mindestabstand hingewiesen. Laut Gesetz sei es erlaubt, dass „größere Gruppen, die sich kennen, ohne Sicherheitsabstand feiern. Wir haben an jedem Öffnungstag größere Reservierungen, die dann mehr Tische zugeteilt bekommen.“

Keine Anzeige über Social Media möglich
Auf Nachfrage bei der Polizei heißt es, dass ihr ebenfalls vor Kurzem Fotos aus einem der betroffenen Nachtlokale geschickt wurden - allerdings über Social Media. Über diesen Weg darf die Polizei keine Anzeige entgegennehmen. Das muss auf einer Dienststelle passieren.

Eines der Lokale sei aber vor ein paar Wochen kontrolliert worden. Damals wurden Anzeigen bezüglich der Einhaltung der Sperrstunde und der Sicherheitsmaßnahnen ausgestellt, diese wurden an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet.

„Nachtleben kommt wieder in Schwung“
Im zweiten Club gab es bisher keine spezifischen Kontrollen. Aber die Polizei merkt: „Das Nachtleben kommt wieder in Schwung.“ Die Ressourcen, um lückenlos zu kontrollieren, fehlen aber.

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