25.07.2020 06:00 |

WKO & Ministerin

Corona-Tests im Tourismus: Kein Cent für Berater?

Weiterhin Aufregung um die Massentests in der Tourismusbranche: Niemand will Edelberater McKinsey an Bord geholt haben. Und es sei auch niemals Geld geflossen. Ministerin Elisabeth Köstinger wehrt sich gegen entsprechende Vorwürfe.

Projekt von Tourismusministerin Köstinger: 65.000 Corona-Tests ab Juli wöchentlich in der Tourismusbranche. Wie die „Krone“ enthüllte, ist man von diesem Ziel meilenweit entfernt, auch sorgt ein fragwürdiges Engagement des Beratungsunternehmens McKinsey für Aufregung. Bezahlt wird das Projekt vom Steuerzahler - bis Jahresende 150 Millionen.

McKinsey wollen aber weder Ministerium noch Wirtschaftskammer (WKO, Partner bei „Safe A“) beauftragt oder bezahlt haben. Interessant: Noch am 23. Juli tauchte laut Eintrag auf der WKO-Homepage McKinsey als offizieller Partner auf.„Wichtige Kontakte: Bei McKinsey & Company als operativer Umsetzungspartner für das Konsortium der Labore: Hannes Herrmann“.

Zwei Tage später, also Freitag, war der Eintrag gelöscht. Brisant: Die Laborbetreiber, die die Massentests durchführen sollen, wollen zwar von einer Involvierung von McKinsey wissen, nichts jedoch von einem Konsortium, wie die Plattform zackzack recherchierte.

Aus Köstingers Büro hört man anderes: „Die Labore haben McKinsey beauftragt. Wir haben damit nichts zu tun.“ Der Stand auf der WKO-Homepage sei 22. Mai. Das Unternehmen sei nur in der Pilotphase involviert gewesen. Unentgeltlich. Warum der McKinsey-Mann noch am 23. Juli offiziell als Partner geführt wurde, wisse man nicht. Köstinger: „Die Testserien haben wir uns anders vorgestellt, aber nun sind wir auf gutem Weg. Mit Beauftragung und Zahlung von McKinsey hat mein Ministerium nichts zu tun.“

Erich Vogl, Kronen Zeitung

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