13.07.2020 10:42 |

„Krone“ vor Ort

Neue Regeln in Kärnten: „Die meisten tragen Maske“

Großteils ganz vorschriftsgemäß haben sich die Besucher am Wochenende an die Maskenpflicht gehalten, die mit Freitag in einigen Tourismusorten Kärntens wieder eingeführt wurde. Beim Lokalaugenschein der „Krone“ zeigte sich: Mitspielen will nicht jeder, aber doch die Mehrheit. Einige Urlauber wurden von der Verordnung allerdings überrumpelt. Es gab wenige Anzeigen, hieß es seitens der Behörden. Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus Infizierten liegt im Land derzeit bei 18.

Die Stimmung, etwa am Wörthersee, war am Freitag ausgelassen. Gar schien es, als würde Corona nicht mehr existieren. Beim „Krone“-Lokalaugenschein in Velden wurde deutlich: Je näher der Uhrzeiger Richtung 21 Uhr wanderte, desto mehr Leute waren unterwegs. Alles wie immer? Fast. Wären da nicht mehrere Infostände samt Sicherheitspersonal, die mit Schildern auf die geänderten Regeln hinwiesen. Und auf die Uhrzeit - schließlich hieß es ab 21 Uhr: Maske auf! Und dann?

Video: Das Nachtleben mit der Maskenpflicht

„Gesundheit geht vor Geschäft“
Das Publikum in Kärnten nahm es überraschend locker. Viele hatten ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz bereits griffbereit. Wer keinen dabei hatte, bekam eines der 10.000 Gratisexemplare, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden.
Pünktlich starteten dann die Patrouillen der Bezirkshauptmannschaft zusammen mit der Polizei. „Sicherheit ist das Gebot der Stunde. Bei den Gästen kommen die Masken übrigens recht gut an, die Maßnahmen werden sogar begrüßt. Gesundheit geht vor Geschäft - und man kann Velden auch mit Maske genießen“, resümierte Bürgermeister Ferdinand Vouk.

Die Wochenend-Bilanz fällt in Velden jedenfalls positiv aus: Nur wenige Pensionisten und Touristen vergaßen darauf, sich den Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, und erhielten eine Belehrung. Nur etwa zehn Anzeigen wurden erstattet, ein paar Organstrafen ausgesprochen. „Einige Wirte hielten sich nicht an die Sperrstunde, aber das war’s auch schon wieder“, so Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach-Land.

Urlauber zwischen Einsicht und Ärger
Etwas anders die Situation am Klopeiner See: Während sich im Zentrum des Tourismusortes, wo Kontrollen stattfanden, die meisten an die Regeln hielten, fehlten nur wenige Meter weiter die Masken. Nicht jeder hatte Verständnis. „Wir sehen es nicht ein, im Freien beim Spazierengehen eine Maske zu tragen“, ärgerten sich etwa Brigitte und Gerhard aus der Steiermark.

An vielen Urlaubern waren die neuen Masken-Regeln offenbar aber einfach „vorbeigegangen“. Zwei deutsche Gäste traf die „Krone“ auf dem Heimweg. „Wir gehen jetzt, weil wir keine Masken mithaben und auch gerade erst in diesem Moment davon erfahren haben“, zeigten sie sich erstaunt: „Als wir vor fünf Tagen eingereist sind, haben wir uns extra erkundigt, ob es hier eine Maskenpflicht gibt. Es ist auch nicht verständlich, dass wir eine Maske brauchen. Und einen Meter weiter wird im Lokal auf engstem Raum wie am Ballermann gefeiert!“

Neue Regeln auf Klagenfurter Märkten
Seit Samstag muss zudem ein Mund-Nasen-Schutz auch auf Wochen- und Flohmärkten in der Kärntner Landeshauptstadt getragen werden. Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten auf ihrem Kontrollgang alle Hände voll zu tun. „60 Prozent haben sich nicht daran gehalten, vor allem ältere Besucher“, berichtete ein Gemüsehändler.

Zu den Corona-Fällen in Kärnten und Osttirol: Die Zahl an Infizierten blieb am Wochenende stabil bei 18. Osttirol war bis Sonntag Corona-frei, ein positiver Fall wurde dann aber in Lienz registriert. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser ist weiter in Quarantäne. Sein zweiter Test ist negativ verlaufen, weitere werden durchgeführt.

Kärntner Krone und krone.at

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