Rapid-Trainer Didi Kühbauer hütet sich vor zu viel Lob, aber nach dem 4:0 gegen Sturm blieb Rapids Trainer bei Greiml, Arase und Demir keine andere Wahl. Die junge Welle ist zur Waffe geworden. Jetzt geht’s in gestärkter Position im spannenden Dreikampf um Platz zwei.
„Wir haben uns jetzt in eine gute Position gebracht, den Matchplan zu 100 Prozent umgesetzt, alles ist gut gelaufen.“ Wobei Rapids Trainer Didi Kühbauer nach dem souveränen 4:0 gegen Sturm Graz fast untertrieb. Klar, die Top 4 (Europa League) wurden abgesichert, Grün-Weiß steckt jetzt mitten im Dreikampf um Platz zwei für die Champions League. Ohne neuen Gesperrten, ohne neuen Verletzten.
So musste Kühbauer über seinen Schatten springen: „Die Mannschaft war gut. Wir dürfen jetzt nicht jeden Spieler loben.“ Bei der jungen Garde blieb Don Didi aber nichts anders übrig:
Angefangen bei Kelvin Arase: „Ein Spieler, den sich wegen seiner Einstellung und Leidenschaft jeder Trainer wünscht“, so Kühbauer. Nach seinem Doppelpack strahlte der 21-Jährige: „Ein perfekter Abend, es ist nur traurig, dass bei meinem ersten Tor daheim keine Fans dabei waren.“ Als zur Pause dann ein Muskel zwickte, reagierte Kühbauer sofort: „Der junge Herr hätte ja nicht aufgehört. Es kommen anstrengende Wochen.“ Arase wird auch morgen beim LASK als Flügel oder Stürmer gebraucht und gab sofort Entwarnung: „Alles nicht so schlimm.“
Für Aufsehen sorgte auch Leo Greiml, der die Ausfälle in der Abwehr mehr als kompensierte: „Ich bin stolz auf ihn, von ihm überzeugt“, lobte Kühbauer den 18-Jährigen. „Er erinnert mich mit seiner Einstellung an mich. Ich war nur der bessere Fußballer, er kann besser grätschen.“ Was Greiml schmunzeln ließ: „Reingrätschen und den Ball gewinnen ist auch das beste Gefühl, schöner als jedes Tor.“
Harter Kampf beim LASK
Und auch Yusuf Demir zeigte bei seinem Heim-Debüt als Joker mit dem Assist zum 4:0 auf - Kühbauer: „Für einen 17-Jährigen ist er brutal weit. Aber wir bauen ihn weiter behutsam auf.“
Denn natürlich müssen morgen beim harten Kampf gegen die LASK wieder die arrivierten Schwab, Fountas und Ljubicic (obwohl auch erst 22) Rapid tragen. Aber die junge Welle ist auch zu einer Waffe geworden.
Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung
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