Neuaufstellung:

Kulturdirektor Kräter legt seine Funktionen zurück

Das Trauerspiel ist zu Ende: Kulturdirektor Reinhold Kräter legt seine Funktionen zurück und wird mit 30. Juni aus der Kulturdirektion ausscheiden. Nach massiver Kritik zu Museumsdepot und KTM Motohall wurde der Druck nun doch zu groß. Ein interimistischer Leiter ist fix, doch die Abteilung wird umgebaut.

Obwohl die Kritik des oberösterreichischen Landesrechnungshofs an der Kulturförderung für die KTM Motohall in Mattighofen, wie berichtet, weit milder als gedacht ausfiel, stand dennoch Reinhold Kräter als Kulturdirektor im Zentrum der Mängelaufzählung. Die Abteilung habe das Förderverfahren wenig zufriedenstellend abgewickelt, es habe viel zu lange gedauert und es mangele sowohl an Dokumentation wie auch an Kommunikation, war da zu lesen. Und bei der Kostenexplosion des neuen Museumsdepots hielt dann auch Landeshauptmann Thomas Stelzer nicht mehr zu ihm - nun zog Kräter die Konsequenzen, der letzte Vorhang für ihn als Kulturdirektor fällt am 30. Juni.

Man habe ein gutes Gespräch geführt, so Stelzer, der mit dem Chef der neuen Landes-Kultur GmbH, Alfred Weidinger, vereinbart hat, dass Kräter jetzt ebendort unterkommt. Er wird eine neue Stabsstelle für Sonderausstellungen entwickeln dürfen.

Vize leitet den Übergang
Seinen Platz nimmt vorerst sein bisheriger Vize Roland Pichlbauer ein, ihm wird die interimistische Leitung der Kulturdirektion übertragen - die aber nicht mehr lange so heißen wird. Stelzer will eine neue Direktion Kultur und Gesellschaft schaffen, die dann auch für Familie, Sport, Frauen und Jugend zuständig sein wird: „Damit will ich auch der Diskussion vorbeugen, dass mit der Ausgliederung des Landesmuseums in die GmbH der Aufgabenbereich nicht mehr besonders groß ist“, so Landeschef Stelzer.

Beschluss der Landesregierung
Die Neuaufstellung der Abteilung wird schon am kommenden Montag von der Landesregierung beschlossen. In Kraft tritt dies aber offiziell erst, wenn eine neue Leitung gefunden wurde. Der Job wird so bald wie möglich ausgeschrieben, bis zur Auswahl kann es aber noch dauern. Pichlbauer will noch entscheiden, ob er sich bewirbt: „Das ist gerade erst über mich hereingebrochen. Jetzt gilt es einmal, die Übergangsphase anständig zu leiten.“

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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