Gerstorfer will Ausbau

Nachholbedarf bei Wohnplätzen für Behinderte

417 zusätzliche Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen werden bis Ende 2021 in Oberösterreich geschaffen. Danach, ab 2022 soll es nahtlos weitergehen, will Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) nun Ausbaupläne fixieren. Der Bedarf ist weiter riesengroß.
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Weitere 500 Wohnplätze mit unterschiedlicher Betreuungsintensität sollen von 2022 bis 2028 entstehen, strebt Gerstorfer an: „In Etappen mit etwa 70 Plätzen pro Jahr. Mit den konkreten Planungen dafür muss aber schon heuer begonnen werden“, verweist sie auf die nötige Vorlaufzeit. Insgesamt rund 23 Millionen Euro werden für die Investitionen benötigt. Auch die Zusicherung dieser Mittel solle heuer erfolgen.

Hoffen auf eine politische Einigung
Ein entsprechender Initiativantrag des SPÖ-Landtagsklubs, ursprünglich dringlich im März-Landtag eingebracht, wird derzeit im Sozialausschuss beraten. Gerstorfer hofft auf eine positive Erledigung in dessen nächster Sitzung nach Pfingsten. Die Landes-ÖVP hat dazu ja bereits „einen gemeinsamen Schulterschluss für eine weitere Ausbauoffensive“ angeboten. Die ist auch sehr notwendig: Vor fünf Jahren warteten 1494 behinderte Menschen in Oberösterreich auf einen dringlichen Wohnplatz, nun sind es 1498. Vier mehr. Als hätte es dazwischen keinen Ausbau gegeben.

Auch Angehörige werden älter
„Der Grund warum die Warteliste trotz Ausbaus stabil lang ist, ist die demographische Entwicklung“, sagt ein Sprecher von Landesrätin Gerstorfer. Die Menschen leben länger und bleiben daher länger auf ihren Wohnplätzen. Zugleich werden pflegende Angehörige älter und brauchen mehr Hilfe bzw. eine Unterbringung.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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