16.05.2020 17:00 |

Lokalaugenscheine

Sperrstunde für Masken und gefüllte Biergärten

Beim sprichwörtlichen „Krone“-Lokalaugenschein zur verordneten Sperrstunde am Freitag, dem Tag der Wiedereröffnung der Gastronomie, waren unsere Wirte diszipliniert - doch mancherorts vergaßen Gäste nachts die Schankregeln. Ein Rundblick in die Biergärten am Samstag zeigte, dass ein bisschen Normalität eingekehrt ist: Je besser das Wetter wurde, desto mehr Gäste wagten nach wochenlanger Gastro-Schließung den Besuch beim Wirten.

„Endlich - den ganzen Tag Maske zu tragen ist anstrengend“, so Bekim Jukic, Chef vom Wiener Café Schuhmeier, nachdem er die letzte Runde serviert und seine „übrig gebliebene“ Stammgastrunde am Freitagabend verabschiedet hatte. Corona-konform und auf die Minute genau um 23 Uhr. Die Freude des Szene-Gastronoms nach dem Neustart ist aber getrübt: „Wir hatten sicher 50 Prozent weniger Geschäft als an einem normalen Vor-Corona-Freitag.“ Was auch am Wetter lag - der Gastgarten blieb leer.

Beim Heurigen Kerbl am Weinberg im niederösterreichen Klosterneuburg gab es in Sachen Sperrstunde ebenfalls keine Ausnahmen. Die dankbaren Gäste „beugten“ sich widerstandslos: „Wir kommen ja eh morgen wieder.“

Mit erhöhtem Alkoholkonsum fielen Hemmungen und Masken
Konfuser ging es beim sprichwörtlichen „Krone“-Lokalaugenschein in Tirol zu: So wurden in einem Lokal in Innsbruck beim Verlassen kaum Masken getragen. In einer Bar im Zillertal war es aufgrund des großen Andrangs kaum mehr möglich, den verordneten Mindestabstand zu Fremden einzuhalten - zumal mit späterer Stunde und erhöhtem Alkoholkonsum auch vermehrt die Hemmungen bzw. die Masken fielen.

Eine häufig aufflammende Diskussion: Schankbetrieb ja oder nein? Antwort: Dahinter arbeiten ja, davor sitzen oder stehen, nein bzw. nur mit Einhaltung eines deutlichen Abstands zum Zapfbereich.

Die Biergärten füllten sich
Ein Rundblick in unsere Biergärten zeigt, dass ein bisschen Normalität eingekehrt ist. Je besser das Wetter wurde, desto mehr Gäste wagten nach wochenlanger Gastronomie-Schließung den Besuch beim Wirten. Ungewohnt sind dennoch die Kommunikation mit den Kellnern, die Masken tragen, und die Trennwände, wie zum Beispiel beim Rankweiler Hof in Vorarlberg.

Am Grazer Lendplatz konnte trotz regen Treibens der Sicherheitsabstand eingehalten werden. Viel Platz hatten hingegen die Gäste in Österreichs größtem Gastgarten im Wiener Schweizerhaus sowie in der Hirter Brauerei in Kärnten.

Kronen Zeitung

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