15.05.2020 02:21 |

Verbindung zu Erdberg

Bereits 60 Corona-Fälle in Postverteilerzentren

Nach 29 Corona-Fällen im Paketzentrum der Österreichischen Post in Hagenbrunn in Niederösterreich sind am Donnerstag weitere rund 30 Fälle von Beschäftigten im Postverteilzentrum Inzersdorf in Wien-Liesing bekannt geworden. Dass man auf die Fälle überhaupt aufmerksam wurde, liegt laut Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) an der neuen Teststrategie. Sie offenbarte die Verbindung eines Bewohners der Flüchtlingsunterkunft in Erdberg, wo es eine Massen-Infektion von 26 Bewohnern und Betreuern gegeben hatte, mit einem Mitarbeiter im Postzentrum.

„Wir wollen angesichts der Öffnung gezielter in Bereiche hineinschauen, wo wir entweder einen positiven Fall haben - dann möchten wir den gesamten Bereich sehen -, oder wie in Deutschland, wo bekannt geworden ist, dass es in der Fleischindustrie ein Problem gibt, dann schauen wir uns exemplarisch die Fleischindustrie an“, sagte Hacker in „Wien Heute“.

Die Fälle in dem Heim in Erdberg ergaben eine Verbindung zum Postzentrum. „Wir vereinbaren dann etwa mit der Post, dass wir alle Mitarbeiter in einer Organisationseinheit testen. Da kommt man natürlich zu einer anderen Trefferquote. Das schaut zwar nicht hübsch aus in der Statistik, aber ehrlich gesagt: Die Statistik ist mir wurscht“, so Hacker.

Rund 30 Fälle in Inzersdorf, noch Ergebnisse ausständig
Andreas Huber vom Krisenstab der Stadt Wien bestätigte gegenüber der APA die rund 30 Fälle in Inzersdorf. Noch seien aber weitere Testergebnisse ausständig und auch weitere Tests im Fall von Hagenbrunn abzuwarten. Hier stammen 22 der infizierten Personen ebenfalls aus Wien, sieben Erkrankte aus Niederösterreich.

Die derzeit wieder recht zahlreichen neuen Corona-Fälle in Wien ließen sich klar zurückverfolgen. Dabei handle es sich „zum überwiegenden Großteil“ um Personen aus Familienverbänden von bereits infizierten Personen, sagte Huber am Donnerstag. Für die Post und ihre Kunden haben die neuen Corona-Fälle jedenfalls kurzfristige Konsequenzen, erfuhr man auch bei der Präsentation der Quartalszahlen am Donnerstag.

Leihpersonal und Neueinstellungen wegen „Geschäft wie zu Weihnachten“
Ein Sprecher der Post sagte gegenüber der APA, dass nicht nur die neuen Krankheitsfälle derzeit eine Belastung sind, denn zudem habe man seit dem Shutdown im Zuge der Coronavirus-Pandemie nun ein „Geschäft wie zu Weihnachten“ und weitere Krankenstände beim Personal. Lieferverzögerungen von ein bis zwei Tagen seien derzeit die Folge. Die Situation werde jedoch mit Leihpersonal und Neueinstellungen bewältigt werden.

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