20.04.2020 13:11 |

Wünsch Dir was!

Lyriden-Schauer: Es regnet wieder Sternschnuppen

Wer in den kommenden Tagen in den nächtlichen Himmel schaut, der kann möglicherweise einen seiner sehnlichsten Wünsche loswerden. Denn noch bis zum 25. April ist der Sternschnuppen-Strom der sogenannten Lyriden zu sehen, der seinen Höhepunkt in den Nächten um den 22. April erreichen wird. Experten rechnen mit knapp 20 Meteoriden pro Stunde. Begünstigt wird die Beobachtung durch einen dunklen Himmel, denn am 23. April ist Neumond - es stört also kein Mondlicht die Beobachtung.

Die maximale „stündliche Zenitalrate“ (ZHR) für die Lyriden beträgt 18 - das bedeutet, dass theoretisch rund 18 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen wären. Dazu müsste aber der Punkt am Nachthimmel, von dem aus der Meteorschauer seinen Anfang zu nehmen scheint (der sogenannte „Radiant“), genau im Zenit stehen. Das ist allerdings so gut wie niemals der Fall und beeinflusst die Beobachtung, heißt es auf der Homepage der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA). Je näher der Radiant dem Horizont kommt, desto weniger Sternschnuppen sind zu sehen. Zudem gibt es weitere Faktoren wie Streulicht, die die Sichtbarkeit beeinflussen.

Im Sternbild Leier zu beobachten
Zu sehen ist der Sternschnuppen-Regen am ganzen Nachthimmel, so es das Wetter zulässt. Zur Beobachtung sollte man am besten einen möglichst dunklen Ort jenseits von Großstadtlichtern aufsuchen. Die beste Chance, eine Sternschnuppe der Lyriden zu erspähen, besteht in den frühen Morgenstunden, wenn das Sternbild Leier (Lyra), von dem sie zu kommen scheinen, hoch am Himmel in südlicher Richtung zu sehen ist. Das ist allerdings nur ein perspektivischer Effekt, ähnlich wie bei einer Autofahrt durch Schneegestöber.

Stammen aus Schweif von Komet Thatcher
Sternschnuppen sind Meteroide (Teilchen aus Staub und Gestein), die beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen. Die Lyriden sind der wohl schon am längsten bekannte Sternschnuppen-Strom. Sie stammen vom Schweif des bereits anno 1861 entdeckten Kometen C/1861 G1 (Thatcher), dessen Staubpartikel mit rund 176.500 Stundenkilometern auf die Erdatmosphäre. treffen Dabei werden sie stark erhitzt und bringen die umgebende Luft zum Leuchten. Die solcherart erzeugten Lichterscheinungen werden als Sternschnuppen bezeichnet.

Wünsch dir was!
Im volkstümlichen Aberglauben hat jemand, der eine Sternschnuppe am Nachthimmel sieht, einen Wunsch frei, der angeblich in Erfüllung geht. Der Wunsch muss allerdings rasch formuliert sein, denn nach maximal einer Sekunde ist die Sternschnuppe verglüht. Wichtig ist außerdem, dass man niemand anderem von dem Wunsch erzählt, denn sonst geht dieser nicht in Erfüllung.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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