Das französische Blatt hatte Anelkas obszöne Schimpfworte gegen den damaligen Teamchef Raymond Domenech in der Halbzeit des WM-Spiels gegen Mexiko (0:2) in großen Lettern auf der Titelseite enthüllt.
"Das sind nicht meine Worte"
Anelka bestreitet die Beschimpfungen zwar nicht, beteuert aber, das Blatt habe seine Worte nicht exakt wiedergegeben. "Das sind nicht meine Worte", sagte der 31-Jährige mehrfach. "L'Equipe" teilte unterdessen am Freitag in seiner Online-Ausgabe mit, man werde bei dem im Herbst in Paris beginnenden Prozess mehrere Augenzeugen des Zwischenfalls aufbieten. Bisher hat die renommierte Fachzeitung ihre Quellen nicht preisgegeben.
Vorzeitig von WM nach Hause geschickt
Nach der Beschimpfung war Anelka in Südafrika vom französischen Fußball-Verband (FFF) vorzeitig nach Hause geschickt worden. Die Affäre verschlimmerte damals das wegen Querelen und Cliquen-Bildung ohnehin angespannte Arbeitsklima im WM-Quartier der "Bleus" in Knysna. Am 20. Juni protestierten die französischen Teamspieler mit einem ungewöhnlichen Trainingsboykott gegen den Ausschluss Anelkas. Zwei Tage später schied das Team sieglos bereits in der WM-Gruppenphase aus.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.