Einsatzjahr 2019

OÖ Bergretter mussten zu 492 Einsätzen ausrücken

Die oberösterreichischen Bergretter ziehen Bilanz über das Einsatzjahr 2019: 14 Alpinisten konnten nur tot geborgen werden. „Wir verzeichnen damit aber keinen Höchstwert. Es gab auch Jahre mit 20 Todesopfern“, so der Bergrettungs-Chef Christoph Preimesberger. Vier Tote forderte im Vorjahr alleine der Traunstein.

Bei 492 Einsätzen wurden im Vorjahr 511 Personen aus Bergnot gerettet. Das bedeutet im Vergleich zum Jahre 2018 eine Steigerung der Einsätze um 12 Prozent. Preimesberger: „Ursache für den Anstieg der Einsätze ist der anhaltende Boom des Alpinsports und die lange Schönwetterphase im Sommer.“ Sein Wunsch an die Bergsteiger: „Alle, die in die Berge gehen, sollten sich was Tourenplanung, Ausrüstung und Können betrifft, gut vorbereiten.“

834 akitve Bergretter
380 Bergsteiger wurden im Vorjahr verletzt geborgen, 14 Menschen starben in den Bergen. „Sorgenkinder“ unter den Routen sind der Traunstein, aber auch Klettersteige wie der Mahdlgupf. 834 Bergretter, davon 31 Frauen, sind in unserem Bundesland in 23 Ortsstellen des alpinen Rettungsdienstes aktiv. Sie leisteten im Vorjahr 7537 Einsatzstunden.

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Erfreulich ist die Tatsache, dass die 834 Bergretterinnen und Bergretter seit knapp zwei Wochen zu keinem einzigen Einsatz in den Bergen ausrücken mussten.

Christoph Preimesberger, Landesleiter Bergrettung OÖ

Keine Nachwuchsprobleme
Nachwuchsprobleme gibt es nicht. „Im Gegenteil: Wir müssen schauen, dass wir alle neuen Mitglieder ausbilden können.“ Für 2020 stehen am Programm der Bergrettung neue Einsatzzentralen in Molln, Grünbach und Kirchdorf sowie eine Intensivierung des Peers-Systems. Elf Peers, besonders geschulte Mitglieder der Bergrettung, unterstützen derzeit ihre Kameraden nach besonders belastenden Einsätzen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Freitag, 26. Februar 2021
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