"Marko hat etwas Besonderes. Er besitzt eine sehr gute Schnelligkeit, ist technisch hervorragend ausgebildet. Er kann spielen, kombinieren, sich durchsetzen und den entscheidenden Pass spielen. Er ist bereit, andere in Szene zu setzen", schwärmt der Coach weiter und nennt Arnautovic bereits in einem Atemzug mit den ganz großen Werder-Stars wie Diego oder Pizarro: "Auch Marko hat diese besonderen Fähigkeiten."
"Ich will alles geben"
In Bremen will sich der Jungstürmer in den Vordergrund spielen. "Ich bin nicht hierhergekommen, um ein Star zu sein, sondern um Leistung zu bringen. Ich will alles geben, alles erreichen. Ich bin noch jung, Werder wird nicht meine Endstation sein", meinte Arnautovic. Vor allem will der Neo-Bremer bei seinem neuen Klub sein Negativ-Image hinter sich lassen.
"In Mailand habe ich Dinge gemacht, die man als Profi einfach nicht machen sollte. Du kannst ja einmal in der Woche in der Nacht rausgehen, aber nicht fünf oder sechs Mal", ist sich Arnautovic seiner Fehler während seiner Verletzungspause bewusst. "Es lief nicht so und ich wollte mich ablenken. Aber das war falsch, das wird mir sicher nicht wieder passieren", versicherte der Angreifer.
Bremens Nachtleben uninteressant
Das Nachtleben in Bremen interessiere ihn deshalb auch gar nicht. "Davon habe ich in Mailand und Wien viel zu viel gesehen. Ich bin froh, wenn ich mit meiner Familie in Bremen zu Hause sein kann. Das reicht mir", erklärte Arnautovic. "Ich bin ein sehr direkter, offener Typ und habe in den ersten Wochen ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Teamkollegen aufgebaut", sagte Arnautovic.
Seine Entscheidung, zur Schaaf-Truppe zu wechseln, fällte der Österreicher auch nach einem Gespräch mit seinem Ex-Coach Jose Mourinho. "Er hat mir gesagt, dass Werder ein guter Klub ist, dass das die richtige Station für einen Neuanfang ist", berichtete Arnautovic. Der gebürtige Wiener hatte am Dienstag einen Fahrradunfall glimpflich überstanden. "Ich spüre ihn noch, die Wunden sind zwar getrocknet, aber jetzt zieht es sehr. Beim Fußballspielen stört mich das aber nicht", sagte Arnautovic.
Eto'os Bentley ist wieder da
Der Ex-Twente-Enschede-Kicker freute sich dieser Tage übrigens auch über eine andere Nachricht, nämlich das Auftauchen des vor einiger Zeit gestohlenen Bentleys von Samuel Eto'o, den er sich damals ausgeliehen hatte. "Samuel und ich haben uns gefreut, dass er wieder da ist. Jetzt ist es schon ein paar Monate her. Und es hat mich richtig belastet. Darunter habe ich sehr gelitten, diese Schuldgefühle habe ich auch bei Inter mit ins Training genommen", sagte Arnautovic. Die Bremer kommen am 29. Juli ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf.
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