23.07.2010 22:42 |

Erste Liga

Siege für Altach, St. Andrä, Admira und St. Pölten

Der SCR Altach hat am Freitag seinen makellosen Saisonstart in der Ersten Liga fortgesetzt. Die Vorarlberger siegten im Derby gegen Austria Lustenau 2:0 und stehen mit drei Siegen aus drei Spielen und ohne Gegentor weiter an der Tabellenspitze. Diese teilen sich die Altacher mit Aufsteiger WAC/St. Andrä, der die Vienna 2:0 besiegte und überraschend ebenfalls noch keine Punkte abgegeben hat.

Die Admira feierte einen ungefährdeten 5:1-Sieg gegen Hartberg und ist Dritter. Der FC Lustenau kam gegen Aufsteiger Grödig über ein 1:1 nicht hinaus und ist weiter sieglos, St. Pölten feierte einen 3:1-Erfolg gegen Gratkorn und holte damit den ersten Saisonsieg.

SCR Altach - Austria Lustenau 2:0
Im Vorarlberger Derby setzte sich der SCR Altach gegen den Lokalrivalen Austria Lustenau 2:0 (1:0) durch und stehen weiterhin an der Tabellenspitze. Die Austria hingegen taumelt in die Krise - sie hat bisher alle drei Saisonspiele verloren.

Dabei bereiteten die gut eingestellten Gäste Altach anfangs einige Probleme. Erst aus einer Unachtsamkeit der Lustenauer Abwehr konnten die Altacher Kapital schlagen. Alexander Guem führte in der 43. Minute einen Freistoß schnell aus, Daniel Schütz umkurvte die Abwehr und schob den Ball zum 1:0 ins Tor.

Nach der Pause kamen die Gäste mit einigem Schwung aus der Kabine und hatten gleich gute Möglichkeiten. Altach-Goalie Martin Kobras zeichnete sich in der 55. Minute bei Schüssen von Sascha Boller und Manuel Honeck aus. Altach lauerte jedoch stets auf Konter, in der 66. Minute stellte Tomi nach Flanke von Andreas Lienhart per Kopf auf 2:0. Als Lustenau-Goalie Christian Mendes Tomi im Strafraum niederriss und dafür die Rote Karte sah, war die Partie entschieden - auch wenn Harald Unverdorben den Elfer verschoss.

WAC/St. Andrä - Vienna  2:0
Aufsteiger WAC/St. Andrä hat auch das dritte Spiel in der Ersten Liga gewonnen. Die Kärntner besiegten im Schlager die Vienna mit 2:0 (0:0) und fügten den Wienern damit die erste Saisonniederlage zu. Christian Falk, der schon zum Auftakt gegen Gratkorn zwei Tore erzielt hat, fixierte mit einem Doppelpack (50., 68.) den Sieg.

WAC/St. Andrä musste auf die beiden Leistungsträger, Stürmer Marco Reich (verletzt) und Spielmacher Markus Kreuz (gesperrt) verzichten, übernahm aber auch ohne die beiden deutschen Legionäre von Beginn weg das Kommando. In der ersten halben Stunde hätten die Gastgeber gut und gerne drei Tore schießen können, doch Vienna-Torhüter Lukse zeigte sich in Hochform.

In der zweiten Hälfte hatte die Vienna den besseren Start und kam durch Djokic, der in den ersten zwei Spielen fünffacher Torschütze war, zu zwei Chancen. Doch in der 50. Minute tankte sich Falk im Strafraum durch und donnerte den Ball zur verdienten Führung ins kurze Kreuzeck. Nach einem weiten Ausschuss von Torhüter Dobnik setzte sich Falk gegen Balga durch und sorgte in der 68. Minute per Kopf für die Vorentscheidung.

FC Lustenau - SV Grödig 1:1
Mit einem gerechten Remis haben sich der FC Lustenau und Aufsteiger Grödig getrennt. Damit müssen die Vorarlberger in der jungen Saison weiterhin auf einen Sieg warten, nach drei Runden haben sie zwei Unentschieden und eine Niederlage zu Buche stehen.

Der Aufsteiger hatte von Beginn an die besseren Möglichkeiten. Allerdings dauerte es bis zur 54. Minute, bis Jonathan Carril den Bann brach und Grödig verdient in Führung brachte. Die Lustenauer waren im Angriff lange harmlos und konnten den Druck auch nach dem Rückstand nicht erhöhen. Auch der neue brasilianische Stürmer William zeigte wenig Wirkung und wurde bereits zur Pause durch Phillip Hagspiel ersetzt.

Erst durch einen Elfmeter trafen die Vorarlberger. Metin Batir scorte nach einem Foul an Eren Dulundu in der 69. Minute. Als Batir in der 85. Minute aus einem erneuten Foulelfmeter sogar die Chance auf den Sieg hatte, versagten ihm aber die Nerven. Martin Eisl erriet das Eck und wehrte den Ball zum Corner ab.

FC Admira - TSV Hartberg 5:1
Nach Anlaufschwierigkeiten hat die Admira gegen den TSV Hartberg doch noch souverän gewonnen. Die Niederösterreicher siegten nach 0:1-Rückstand noch 5:1, profitierten dabei aber von einer frühen Roten Karte gegen die Gäste, die zunächst das Spiel bestimmt hatten und in der 14. Minute durch einen Treffer von Edin Salkic verdient in Führung gegangen waren.

Der Ausgleich von Benjamin Sulimani (29.) änderte nichts am Charakter der Partie. Allerdings schwächten sich die Steirer durch eine unnötige Aktion von Gerald Puntigam wenig später selbst. Der Hartberger Mittelfeldspieler sprang seinem Gegenspieler Michael Horvath in der 36. Minute mit gestrecktem Bein in die Brust und wurde zu Recht ausgeschlossen.

Damit hatten die Steirer das Heft eigentlich unnötig aus der Hand gegeben. In der 54. Minute sorgte Bernhard Schachner für die Admira-Führung, Christopher Dibon (57.) erhöhte drei Minuten später auf 3:1. Nach Sulimanis (65.) zweitem Treffer war die Partie endgültig entschieden. Für den 5:1-Endstand sorgte Daniel Toth (89.).

SKNV St. Pölten - FC Gratkorn  3:1
Einen verdienten 3:1-Heimsieg hat SKN St. Pölten gefeiert. Die Hausherren, die zuletzt vier Runden sieglos waren (inklusive der letzten beiden Spiele der vergangenen Saison), machten der Negativserie ein Ende und prolongierten jene von Gratkorn. Die Steirer bleiben damit in St. Pölten sieglos und sind nach der bereits dritten Niederlage im dritten Saisonspiel derzeit erster Abstiegskandidat.

Die Hausherren machten von Anfang an viel Druck. Insgesamt sechs zählbare Chancen wiesen die Niederösterreicher in den ersten 45 Minuten auf, in der 29. Minute verwertete Florian Zellhofer zu seinem ersten Saisontreffer und zur 1:0-Führung. Nach Seitenwechsel ging es in dieser Tonart weiter, Zellhofer gelang mit einem Weitschuss schon nach zehn Minuten die vermeintliche Vorentscheidung. Eine verdiente 2:0-Führung der Niederösterreicher, die allerdings nur fünf Minuten später den Anschlusstreffer durch den eingewechselten Kröpfl hinnehmen mussten.

Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr der St. Pöltener verwertete Kröpfl aus heiterem Himmel mit einem Schuss ins lange Eck. Die Gäste, bei denen Perchtold in der 71. nach wiederholtem Foulspiel vom Platz musste, kamen zwar etwas auf, letztlich sorgte aber neuerlich Zellhofer für die Entscheidung. Nach einem schönen Konter und Thürauer-Stanglpass verwertete er zum 3:1, musste dann aber verletzt vom Platz.

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