Formel 1-Auto enthüllt

Oberösterreich als Nabel der Motorsport-Welt

PS-Fans weltweit blicken in diesen Tagen nach Oberösterreich! In Mondsee wurde am Montag das Formel 1-Auto von Racing Point enthüllt und am Dienstag zieht KTM mit dem MotoGP-Bike nach!

Exakt um 15.08 Uhr ging am Montag ein wahres Blitzlichtgewitter über der Firmenzentrale von BWT in Mondsee nieder. Denn da enthüllten die beiden Formel 1-Fahrer Sergio Perez und Lance Stroll beim neuen Haupt- und Namenssponsor des Teams BWT Racing Point ihren neuen Renner für die in vier Wochen beginnende Formel 1-Saison. Oberösterreich ist damit für zwei Tage der Nabel der Motorsport-Welt. Denn am Dienstag zieht in Mattighofen Zweirad-Gigant KTM nach und wird das Bike für die Motorrad-WM-Saison, die am 8. März in der Wüste von Doha startet, der Öffentlichkeit präsentieren.

„Eine neue Ära“
Am Montag aber blickte erst einmal die Vierrad-Welt nach Mondsee. „Für uns beginnt eine neue Ära“, waren sich die Verantwortlichen des pinken Rennstalls einig. Denn noch nie zuvor war ein Oberösterreichisches Unternehmen so stark bei einem Formel 1-Team engagiert. „Dieses Engagement in die Formel 1 bringt unserem Unternehmen extrem viel“, verriet mit Andreas Weißenbacher der Chef von BWT, einem der führenden Wasseraufbereiter.

Oberösterreich-Premiere
Der sich in Blickrichtung sportlicher Erfolge eine tolle Geschichte hat einfallen lassen. Für jeden WM-Punkt, den Perez und Stroll in dieser Formel 1-Saison einfahren werden, wird im afrikanischen Gambia ein Brunnen gebaut. Das weltweit tätige Unternehmen will mit dieser Aktion auch einen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit leisten. Aber auch für die beteiligten Unternehmen ist die Königsklasse des Motorsports wie für Veranstalter von Rennen ein enormer Gewinn. So brachte das Event in Baku (Aserbaidschan) im Vorjahr der regionalen Wirtschaft knapp 500 Millionen Euro. Das eingesetzte Kapital an Sponsor-Euro-Millionen kommt vielfach zurück. Das zeigt sich auch an Zahlen von Branchen-Primus Mercedes.

Drei Milliarden Euro
Die Top-Marke beherrscht seit Jahren sportlich die Formel 1-Szene, holte in Serie sowohl die WM-Titel in der Fahrer- als auch in der Teamwertung. Für jährliche Kosten von etwas mehr als 40 Millionen Euro generiert das Mercedes-Team allein durch die weltweiten TV-Übertragungen einen Werbewert für die Marke von mehr als drei Milliarden Euro. Inbegriffen auch der Werbewert für Partner und Sponsoren. Die Wertsteigerung für die Marke Mercedes durch die Erfolge der vergangenen Jahre ist dabei noch nicht einmal eingerechnet. Davon ist BWT Racing Point natürlich noch weit entfernt. Vor allem, weil das Team in einem Umbruch steckt. Racing Point wurde im Sommer 2018 von einem Konsortium um den kanadischen Geschäftsmann Lawrence Stroll übernommen. Stroll – dessen Sohn Lance einer der Fahrer ist – wird vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ aktuell auf ein Vermögen von rund 2,4 Milliarden Euro geschätzt.

KTM zieht nach
Etwas kostengünstiger als die Formel 1 gibt es die MotoGP, die Königsklasse des Zweirad-Rennsports. Dort mischt KTM seit drei Jahren mit, stellt am Dienstag das Bike für seine vierte Saison vor. Erstmals präsentiert KTM das neue MotoGP-Bike online. Die Zielsetzung der „Orangen“ aus Mattighofen ist trotzdem nicht minder geringer geworden. 2017 fuhr man erstmals in der obersten Liga mit, tastete sich Schritt für Schritt an die Spitze heran. Von Jahr zu Jahr wurde der Abstand immer kleiner.

Um Top-3-Pätze mitfahren
Spätestens im kommenden Jahr will man konstant um Top-3-Pätze mitfahren. Kolportierte 30 Millionen Euro gibt der Zweirad-Gigant aus Mattighofen für sein Prestige-Projekt pro Jahr aus, knapp zehn Millionen davon sollen von Hauptsponsor Red Bull kommen. Das verleiht dem Projekt zusätzlich Flügel. Insgesamt 307 WM-Titel hat KTM bisher gewonnen und Gefallen an der MotoGP-WM gefunden. „Wir haben noch in jeder Serie Erfolg gehabt“, weiß Stefan Pierer, dessen großer Traum natürlich ein WM-Titel in der MotoGP ist. Das ist gegen Gegner wie Honda, Yamaha oder Ducati natürlich nicht einfach. „Aber ich möchte auch in der MotoGP siegen“, sagt Pierer. Bisher hat er noch alle seine Ziele mit KTM erreichen können.

Markus Neißl, Kronen Zeitung

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Dienstag, 31. März 2020
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