14.02.2020 07:01 |

Schröcksnadel:

„Noch glaube ich weiter an diesen Nationen-Cup!“

Das Gesicht von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel im Ziel von Saalbach wurde immer länger. Nicht nur weil aus der Wiederholung des Dreifach-Sieges von 2015 gestern nichts wurde. Auch weil die Schweiz eine Punkte-Lawine holte, die Nationencup-Chance nun nur noch mini ist. Schröcksi: „Ich glaub noch immer dran.“

Zweiter, Dritter, Vierter, Fünfter. Mit vier Läufern in den Punkterängen heimsten die Schweizer satte 235 Punkte ein, zogen im Nationencup auf 635 Punkte Vorsprung davon. „Da kann man nur gratulieren“, meinte Schröcksnadel in Saalbach nach der China-Ersatz-Abfahrt passend süßsauer.

„Gibt ja noch diesen Teambewerb“
Dass Österreichs Skifahrer am Saisonende dennoch zum 31. Mal in Folge den Nationencup gewinnen, davon ist der 78-Jährige immer noch überzeugt. „Die Hoffnung stirbt zuletzt - und es gibt ja noch diesen Teambewerb beim Finale“, sagte er augenzwinkernd. Da winken dem Sieger sagenhafte 400 Punkte. Wobei allerdings die letzten drei Team-Bewerbe an die Schweiz gegangen sind. „Selber fahren“, witzelte der Präsident, „kann i halt nit.“

Fast-Sturz von Mothl
Warum’s für Österreichs Abfahrer so schiefgegangen war, konnte sich selbst Schröcksnadel nicht genau erklären. Matthias Mayer wäre ums Podest mitgefahren, landete aber beim Ochsenritt auf einer weichen Stelle und vermied nur mit Glück einen Sturz. „Nicht ungefährlich. Und hat sicher einiges gekostet. Diese Strecke verzeiht halt keine Fehler“, seufzte der Kärntner.

Vincent Kriechmayr, als Sechster bester Österreicher, bewies mit starken Teilzeiten seine gute Form: Bester bei der ersten Zwischenzeit, Bester im Schlussabschnitt - nur im Mittelteil ging’s schief. „Ich habe in der Traverse viel zu viel Zeit verloren. Und weiß eigentlich gar nicht warum“, rätselte der Oberösterreicher über den Rückstand. Daniel Danklmaier („Ein blöder Fehler oben, schade“) als 14., Otmar Streidinger (18.) und Christian Walder (29.) kamen noch in die Punkteränge. Das waren in Summer dann eben nur 97 Punkte für den Nationencup.

Es kommt Schnee
Vielleicht werden’s heute (11) beim Super-G mehr. Da geht’s für Österreichs Skisport auch um die einzige Kugel-Chance in diesem Winter. Mayer führt vor Kriechmayr - und das soll bis zum nächsten Rennen in Hinterstoder (28. Februar) zumindest so bleiben. „Wir sind gut drauf“, nickt Mayer. Das Wetter könnte freilich zum Spielverderber werden, es sind für heute wieder Regen und auch Schnee angekündigt.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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