13.02.2020 06:00 |

Verhandlung

Tempo-30-Pläne: Lostag für die Wiener Praterstraße

Für große Aufregung haben die Tempo-30-Pläne für die Wiener Praterstraße von Bezirkschefin Uschi Lichtenegger (Grüne) gesorgt. Heftige Kritik kam von SPÖ, FPÖ, ÖVP und Autofahrerclubs. Am Donnerstag steigt die Verhandlung bei der MA 46 (Verkehrsorganisation). Eine Entscheidung über das Tempolimit könnte bereits fallen.

Lichtenegger argumentiert, dass sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Mit dem neuen Tempolimit sollen die Raser eingebremst werden. Gleichzeitig würden sich auch die Kaufleute für eine Verkehrsberuhigung aussprechen. „Diesem Wunsch kommen wir jetzt nach“, meinte die Bezirkschefin.

„Zeichen klarer Realitätsverweigerung“
Eine weitere Schikane für Autofahrer auf einer wichtigen Verkehrsachse sehen hingegen FPÖ und ÖVP. Anträge im Bezirk und Gemeinderat wurden angekündigt. „Verwundert“ zeigte sich auch die Bezirks-SPÖ, vor allem da gerade Planungen für einen Umbau der Praterstraße laufen. Von einem „Alleingang Lichteneggers“ war die Rede. Harte Worte kamen auch vom ARBÖ: „Die Pläne sind ein Zeichen klarer Realitätsverweigerung“, erklärte Präsident Fritz Beidler.

An der Verhandlung in der Verkehrsabteilung nehmen unter anderem auch Vertreter der Wirtschaft und der Wiener Linien teil. „Es ist offen, ob es danach bereits eine Entscheidung gibt“, so MA-46-Leiter Markus Raab im Vorfeld. Man werde im Ermittlungsverfahren alle Argumente sorgfältig prüfen.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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