12.02.2020 17:23 |

Nach „Krone“-Bericht

FPÖ ortet Strache-Skandal, Ex-Chef startet Angriff

Der „Krone“-Bericht, in dem ein SPÖ-naher Politikberater geschildert hat, wie er bereits 2015 davon erfahren hat, dass es Material gibt, das Heinz-Christian Strache belasten sollen, sorgte für Aufregung - bei der FPÖ und bei ihrem Ex-Chef.

Es wurde bereits im Sommer 2015 von zwei Hintermännern der Ibiza-Affäre -Straches Ex-Leibwächter R. und Anwalt M. - versucht, sie in Umlauf zu bringen: Fotos von einer Sporttasche mit Geldbündeln, die belegen sollen, dass Strache Schwarzgeld kassiert hat - und zwar als er noch blauer Parteichef war.

Einen „Krone“-Bericht über eine Zeugenaussage, in der der SPÖ-nahe Politikberater Rudi Fußi schilderte, wie er von den Fotos erfahren hat, nahm die FPÖ zum Anlass, um sich einmal mehr von ihrem Ex-Chef zu distanzieren. Nach dem Motto: Was Strache in seiner Zeit als Parteichef getan hat, habe er zu verantworten und freilich nichts mit der FPÖ zu tun.

Geld aus Sporttasche ging nicht an FPÖ
Auch sei das Geld in der Sporttasche nicht an die Partei geflossen, betont Norbert Hofer im „Krone“-Gespräch: „Als ich Parteiobmann der FPÖ geworden bin, habe ich die Finanzen der Partei genauestens prüfen lassen und keinerlei Zahlungen in Richtung der Partei festgestellt, die nicht in Ordnung gewesen wären.“ Und: „Ich werde dafür Sorge tragen, dass das auch so bleibt.“

Ex-FPÖ-Parteiobmann wehrt sich
Für Strache hat es Fußis Aussage „in sich“ - aus dieser geht auch hervor, dass R. unter anderem die Fotos für so viel Geld verkaufen wollte, dass dieser „nicht mehr arbeiten muss und abgesichert ist“. „Schön langsam wird deutlich, was das Motiv hinter den Manipulationen, Fälschungen und konstruierten Falschanschuldigungen durch meinen Ex-Leibwächter ist: Geld“, sagt Strache zur „Krone“. Nachsatz: „Offensichtlich wollte er sich bereits 2015 seinen vorzeitigen Ruhestand und ein Leben in Luxus finanzieren und hat in seinem Freund und Geschäftspartner Anwalt M. jemanden gefunden, der für ihn das Geld auftreiben soll.“

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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