Wendung im Absturzfall

Todesopfer (93) stoppte Lift vermutlich selbst

Eine Wendung könnte es beim Todessturz eines 93-jährigen Linzers in den Liftschacht des zehnstöckigen Hauses geben. Es deutet viel darauf hin, dass der Gatte der früheren Hausmeisterin den Lift selbst ausgeschaltet hatte, ehe er in den Schacht stürzte. Womöglich hatte er etwas gesucht.

„Der Lift funktionierte am Freitagnachmittag noch“, sagen Nachbarn wie Caner K. (24) im 60-Parteien-Haus an der Linzer Gürtelstraße und widersprechen Ermittlungen, dass der Lift schon seit Tagen außer Betrieb gewesen sei.

Man habe am Freitagabend den Störungsdienst gerufen, doch der kam nicht. Da lag Nikolaus H., der im ersten Stock mit seiner Frau lebte, schon im Schacht. Ob er zu diesem Zeitpunkt schon tot war, klärt eine Obduktion.

Mutmaßungen
Hausbewohner glauben, dass dem 93-Jährigen der Schlüssel oder etwas anderes in den Spalt bei der Lifttür gefallen sei und er selbst den Lift außer Betrieb genommen habe, um durch die Keller-Lifttür das verlorene Ding zu bergen. „Das hat er öfter gemacht, er kennt sich ja aus“, sagt eine Nachbarin. Dabei könnte er in den Schacht, der dort noch etwa zwei Meter tief ist, gefallen sein. Experten überprüfen jetzt den Aufzug. Der Tote wurde am nächsten Tag gefunden.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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