02.02.2020 11:30 |

Tierliebe

Die Frau, die mit den „Wölfen“ tanzt

Indira Mussner aus Rankweil ist stolze Besitzerin von zwei Amerikanischen Wolfshunden. Die edlen Tiere sind auch als Models überaus gefragt.

Viele Mythen ranken sich um Meister Isegrim. Gleich ob in klassischen Märchen, in der Popkultur oder in Film und Fernsehen - der Wolf fasziniert einfach. Leider wird der Herrscher der Wildnis in der kulturellen Rezeption oft ins falsche Licht gerückt. „Der Wolf ist kein Monster und hat genauso eine Berechtigung wie jedes andere Lebewesen“, betont Indira Mussner, die von den majestätischen Tieren begeistert ist.

Diese Begeisterung brachte sie auch vor Jahren auf die Spur eines domestizierten Nahverwandten der Wildform, dem sogenannten Wolfshund. Neben der Ästhetik hat es ihr auch der Charakter dieser Rasse angetan: „So wie der Wolf ist auch der Wolfshund dem Menschen nicht unähnlich - sie leben in einer Familie, dem Rudel, die Eltern fungieren als Anführer. Diese Gemeinschaft ist durch eine lebenslange Loyalität verbunden.“

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So ein treues Tier wollte Indira unbedingt auch haben! Nach eingehender Recherche entschied sie sich für einen Amerikanischen Wolfshund, einer Kreuzung aus Timberwölfen, Malamuten sowie Siberian- und Alaskan Huskies.

Bestens sozialisiert und trainiert

Zwei Jahre lang hat sie sich auf ihren ersten „Lupo“ vorbereitet. „Wolfshunde funktionieren nicht wie normale Hunde. Man muss gewillt sein, sich auf diese Tiere einzulassen, denn blinden Gehorsam kennen sie nicht“, erklärt Indira. Auch wenn in ihren Hunden ganz viel Wolfsanteil (90 Prozent) steckt, braucht man keine Angst vor ihnen zu haben. „Sie sind richtig lieb und verschmust. Ihr freundliches und offenes Wesen unterscheidet sie vom europäischen Wolf, der sehr schüchtern ist.“

Als Familienmitglieder leben sie ganz normal bei Indira im Haus und dürfen mit in den Urlaub. Es wird viel gewandert und die Natur erkundet. Dabei sind Wolfshunde alles andere als hyperaktiv: „Der ganze Vormittag wird verschlafen. Der Wolf bewegt sich ja auch nur, um zu jagen oder sein Revier abzugehen.“ Da Indiras Hunde bestens sozialisiert und trainiert sind, werden sie sogar für Fotoshootings oder Werbedrehs gebucht: „Das ist unser Hobby und eine gute Kopfarbeit für die Jungs.“ Bekannte Magazine und Modelabels waren schon unter den Kunden, auch Privatpersonen können die Wolfshunde für Fotoshootings buchen.

Rund eineinhalb Kilo Fleisch frisst jeder der beiden Rüden täglich, bellen können sie nicht, aber besonders im Winter - zur Paarungszeit - wird gerne in Wolfsmanier geheult. Und wie reagieren die Leute, wenn sie Lupo und Ely sehen? „Die meisten sind interessiert und fasziniert. Viele erkennen sie aber auch nicht. Nur Kinder sagen oft: Schau Mama, ein Wolf!“

Sandra Nemetschke
Sandra Nemetschke
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