Musiktheater Linz:

Schräge Klänge in der Schule der Zeitgeschichte

Fünf Jahre lang wühlte der Linzer Komponist Peter Androsch in der Geschichte des Akademischen Gymnasiums in der Spittelwiese Linz. Daraus entwickelte er  25 spannungsgeladene Szenen für einen beachtlichen musikalischen Bilderbogen. Das Bruckner Orchester intonierte die interessante Uraufführung in der BlackBox des Musiktheaters.

Andreas von Studnitz inszeniert statisch, aber lebendig das zweistündige Geschehen in einer Schulklasse (Bild, Kostüm Renate Schuler). Das Bruckner Orchester Linz in kleinerer Formation sitzt davor, meistert grandios unter der präzisen Leitung von Jinie Ka die heikle Aufgabe, die Klangflächen von Androschs kreativen Musikeinfällen zu unterstützen. Dramatische Themen begegnen monotonen Rhythmen und schrägen Bläserakkorden.

Kritik am „System Schule“
In den Schulbänken sitzt der von Martin Zeller vorzüglich einstudierte Extrachor des Landestheaters, der meist einstimmig die schulische Atmosphäre belebt. Die inhaltlichen Fäden spannen sich über geschichtliche Ereignisse, Biografien, den Innenstadt-Kosmos. Das „System Schule“ wird mit Texten von Silke Dörner und Bernhard Doppler kritisch betrachtet. Die „alte“ Dame Eva-Maria Aichner und der „alte“ Herr Horst Heiss führen mit schauspielerischer Intensität durch den Zeitraum.

Beste Stimmen
Frische Sopranstimmen: Svenja Kallweit, Etelka Sellei und Florence Losseau. Profund der Tenor Rafael Helbig-Kostka und die Bassisten Timothy Connor und Philipp Kranjc. Lange anhaltender Applaus für Peter Androsch und alle Ausführenden!

Fred Dorfer, Kronen Zeitung

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Montag, 21. September 2020
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