Erst Hand, dann Rot - und dann Halbfinale. Das Gesicht hinter einem Taschentuch und seinen Händen versteckt, stapfte Suarez schon deprimiert Richtung Kabine, ehe er in Jubel ausbrach, als Asamoah Gyan den Elfmeter vergab. Es war die erste Minute der Nachspielzeit der Verlängerung, der letzte Schuss, der den Elfmeter-Krimi hätte verhindern können. Doch daran zerschellten Afrikas Hoffnungen. Und während Uruguay auf dem Rasen feierte und Ghanas "Black Stars" mit Tränen in den Augen nach dem bitteren K. o. das Stadion verließen, wurde bereits über Suarez' Rolle gestritten.
Suarez und die "Hand Gottes"
Schummler, Betrüger oder Held, der sich für das Team geopfert hat? "Wir sollten nicht übertreiben", sagte Uruguays Teamchef Oscar Tabarez. "Ich glaube, es war ein instinktives Verhalten. Als er das Handspiel gemacht hat, wusste er nicht, was danach beim Elfmeter passiert." Suarez selbst war sich jedenfalls sicher: "Das war es wert, hinausgestellt zu werden." Und der Stürmer konnte sich die Anspielung auf das Handtor von Diego Maradona 1986 bei der WM in Mexiko nicht verkneifen. "Am Ende ist die Hand Gottes jetzt meine."
Nun muss Suarez für ein Spiel pausieren. Die Disziplinarkommission der FIFA sperrte den 23-Jährigen am Samstag für das Halbfinale am Dienstagabend gegen die Niederlande. Im Finale oder im Spiel um Platz drei könnte Suarez wieder mitwirken.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.