01.01.2020 00:54 |

Absage am Rathausplatz

Wind verblies Silvester-Feuerwerk in Wien

Zum 30. Mal fand in der Nacht auf Mittwoch in der Wiener Innenstadt der Silvesterpfad statt. Bei freiem Eintritt wurde bis weit nach Mitternacht an zehn Locations ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Party-Dependancen gab es heuer außerdem in der Seestadt Aspern und im Prater. Die Veranstalter zählten rund 800.000 Besucher, die auf ein mitternächtliches Feuerwerk warteten - starker Wind machte da aber den meisten Feiernden einen Strich durch die Rechnung, denn das große Feuerwerk am Rathausplatz musste abgesagt werden!

„Aufgrund der derzeitigen Windstärke konnte das Silvesterpfad-Feuerwerk um Mitternacht auf dem Rathausplatz bedauerlicherweise nicht durchgeführt werden“, teilte der Veranstalter stadt wien marketing mit. Dafür sei der Donauwalzer umso schwungvoller ausgefallen.

Festliche Beleuchtung und ausgelassene Stimmung hätten ansonsten auch heuer wieder die Stimmung am Wiener Silvesterpfad geprägt, hieß es bereits zuvor in einer Zwischenbilanz. Touristen und Einheimische drängten sich in den Fußgängerzonen, manche wiegten sich im Walzerschritt. Stände verkauften neben Glücksbringern vor allem Punsch, Glühwein und natürlich Sekt.

Das musikalische Angebot war vielfältig: Am Rathausplatz wurden Hits der letzten drei Jahrzehnte geboten, am Stephansplatz spielten Big Bands. Am Hof gab es Funk und Soul, in der Kärntnerstraße Tanzmusik und beim Parlament Clubatmosphäre. Wer es traditioneller mag, kam am Graben auf seine Kosten. Hier fanden Schnellkurse zum Auffrischen der Walzerkünste statt. Auch bei der Staatsoper regierte die Klassik: Am Herbert von Karajan-Platz wurde die Aufführung der Operette „Die Fledermaus“ live übertragen.

Prächtiges Feuerwerk am Prater
Außerdem gab es am Wiener Silvesterpfad Zukunftsvorhersagen in der „Straße des Glücks“, ein Kinderprogramm und, erstmals, eine „Speed-Dating-Lounge“. Bei „Friends in Vienna“ ging es allerdings nicht um Partnersuche, sondern einfach darum, fremde Menschen kennenzulernen. Auch am Riesenradplatz im Prater wurde unter dem Motto „Let‘s Party Together“ bis Mitternacht gefeiert - dort wurden die Besucher auch mit einem prächtigen Feuerwerk belohnt.

Am Stephansplatz läutete schließlich traditionell die Pummerin das neue Jahr ein. Nach dem Donauwalzer wurde heuer Beethovens „Ode an die Freude“ gespielt. Im „Beethoven-Jahr 2020“ jährt sich die Geburt des Komponisten zum 250. Mal.

Ein Kontrastprogramm zur lauten Feierstimmung bot „Silent Silvester“ in der Seestadt Aspern. Die Ausrichtung war dort mit Spiel- und Schminkstationen und der Vorführung einer Kinderoper betont familien- und kinderfreundlich.

Veranstalter: „Wien verbindet spürbar“
Der Silvesterpfad wird von der stadteigenen Stadt Wien Marketing GmbH veranstaltet. Geschäftsführerin Gerlinde Riedl gab sich Dienstagabend sehr zufrieden: „Beim 30. Silvesterpfad ist das Motto ,Wien verbindet‘ in der ganzen Innenstadt sicht- und spürbar. Nicht nur in der Begegnungszone ,Friends in Vienna‘ herrscht großer Andrang. Auch bei den anderen Veranstaltungslocations wird ausgelassen miteinander gesungen, getanzt, gefeiert und dabei eindrücklich vor Augen geführt, wie Musik und gemeinsame Erlebnisse Brücken bilden zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Generationen.“

Polizei: „Erwartungsgemäß ruhig“
Laut einem Sprecher der Polizei verlief zumindest der Nachmittag „erwartungsgemäß ruhig“. Mit einer ersten Bilanz des Abends dürfte im Laufe des Mittwochs zu rechnen sein. Von den mehreren Hundert Beamten, die für die Sicherheit des Festes sorgen sollen, sah man in der Innenstadt wenig. Insgesamt standen auch 60 Sanitäter und sechs Notärzte des Samariterbundes bereit, um Verletzte oder Erkrankte zu betreuen.

Um die Feiernden sicher durch die Nacht zu transportieren, hatten die Wiener Linien Zusatzschichten angekündigt. Die City-Busse wurden für die Nacht allerdings eingestellt, auch die U-Bahn-Station Stephansplatz wurde ab 21.30 Uhr wegen des Andranges nicht mehr eingehalten.

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