31.12.2019 11:48 |

An Kinder verkauft

Illegales Feuerwerk: Entschärfungsdienst alarmiert

Erneut ist in Wien eine große Menge an verbotenen Pyro-Gegenständen sichergestellt worden. Ein Amerikaner hatte in Rudolfsheim-Fünfhaus Böller der Kategorie F2 an Kinder verkauft. In seinem Geschäft entdeckten Beamte am Montag dann zahlreiche Kracher und Raketen ohne der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätskennzeichnung. Zur Sicherstellung wurde unter anderem der Entschärfungsdienst herangezogen.

Beamte der Polizeiinspektion Storchengasse sahen im Braunhirschenpark einen Zehn- und einen Elfjährigen mit einem Böller (Altersfreigabe: 16 Jahre) hantieren. Die Kinder sagten, dass ihnen der Knallkörper der Kategorie F2 in einem Geschäft in der Sechshauser Straße verkauft worden war. Der dortige Verkäufer bestritt das zunächst, wie Polizeisprecher Paul Eidenberger am Dienstag berichtete. Er verkaufe nur Produkte der Kategorie F1, meinte der Mann mit amerikanischem Pass.

Entschärfungsdienst im Einsatz
„Hinter dem Verkaufstisch sahen die Beamten aber pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2“, berichtete Eidenberger. Diese seien für den Eigenverbrauch, behauptete der Verkäufer. Bei einer „freiwilligen Nachschau“ im Lagerraum stießen die Polizisten auf rund 130 Kilogramm illegaler Böller, Raketen und ähnlicher Produkte. Bei der Räumung waren auch sprengstoffkundige Beamte und der Entschärfungsdienst des Innenministeriums im Einsatz. Der Verkäufer wurde mehrfach angezeigt, er muss mit erheblichen Geldstrafen rechnen.

Mit Kracher Brand verursacht
Außerdem löste ein Zwölfjähriger am Montagnachmittag in der Donaustadt durch das Zünden eines Reibkopfknallkörpers (erlaubt ab 16 Jahren) einen Brand aus. Der Bub, der gemeinsam mit Freunden in der Wagramer Straße unterwegs war, warf den Kracher bei einer Kirche zwischen mit einer Plane abgedeckte Gegenstände. Die Plane und ein Gaszähler begannen zu brennen, die Berufsfeuerwehr rückte aus.

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