Nach Burschenbundball:

JKU-Senat empfiehlt Rektor Ende des Ehrenschutzes

Der Senat der JKU empfiehlt dem Rektor, auf den alten Brauch des Ehrenschutzes für Bälle zu verzichten. Die Wurzeln für den Entzug liegen im Burschenbundball 2019.

Manchmal ist das Internet langsamer als das wirkliche Leben. Auf www.burschenbundball.at ist für den 72. Burschenbundball am 1.Februar 2020 noch die Rede vom Ehrenschutz und Eröffnung durch den JKU-Rektor, also Meinhard Lukas, oder einen Vertreter. Doch müsste das Ballkomitee der Burschenschaften von der JKU bereits eine Absage bekommen haben. So wie auch andere Veranstalter, zum Beispiel des CV-Balls oder selbst des Juristenballs. Offenbar hat der JKU-Senat vor Weihnachten, womöglich angespornt von Lukas himself, eine Empfehlung beschlossen, keinerlei Ball-Ehrenschutz mehr zu übernehmen, etwa um die Überparteilichkeit der Universität zu untermauern.

Streit um altes Lied
Die Wurzeln für diese Entzugsmaßnahme liegen wohl im Vorfeld des heurigen 71. Burschenbundballs. Da hatte Rektor Lukas den Geschäftsführer des JKU-Alumniclubs Kepler Society hinausgeworfen, weil dieser im Ballprospekt mit der zeitgeschichtlich belasteten Liedzeile „und bleiben wir doch treu“ um Mitglieder geworben hatte. Das war zwar nicht zum ersten Mal, aber angesichts der historisch-kritischen Reden des Rektors auf den bisherigen Burschenbundbällen ein zu krasser Kontrapunkt. Allerdings waren dann FPÖ-Spitzenpolitiker sauer auf Lukas, weil sie sich unverschuldet in NS-Nähe gerückt sahen. Am heurigen Ball war er nicht mehr erwünscht.

Was ist mit Uni-Ball?
Allerdings steht ja auch der Ball der JKU selbst unter externem Ehrenschutz. Den wird die Uni im Gegenzug wohl auch nicht mehr beanspruchen können.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 08. April 2020
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