Förderprogramm

Lehrer werden auf Umwegen mit „Teach for Austria“

Mehr Praxis im Klassenzimmer – das ist das Ziel von „Teach for Austria“. Dabei sollen Jungakademiker aus der Wirtschaft als Lehrer gewonnen werden. Der 3. Jahrgang wird rekrutiert – derzeit sind 40 „Fellows“ in OÖ aktiv. Nach zwei Jahren will mehr als die Hälfte bleiben.

Stefanie Hiptmair (30) aus Vöcklabruck ist studierte Molekularbiologin und unterrichtet jetzt in Linz Mathematik, Physik, Chemie. Ihr Kollege Marco Lieperth ist schon im zweiten Jahr – die Sonderverträge der Bildungsdirektion OÖ für die „Fellows“ sind auf diesen Zeitraum beschränkt – ist in Wels Klassenvorstand, will Lehrer bleiben.

„Zu uns kommt keiner wegen des Geldes“
Über „Teach for Austria“ ist diesen Jungakademikern der Quereinstieg gelungen. „Zu uns kommt keiner wegen des Geldes“, weiß Bernhard Reingruber, der die Organisation leitet. Denn die „Fellows“ bekommen zehn bis 24 Prozent weniger Gehalt als reguläre Lehrer. Und sie müssen ein strenges Auswahlverfahren – etwa zehn Prozent der Bewerber kommen durch – überstehen. Dann gibt’s zwei Monate pädagogische und didaktische Intensiv-Ausbildung, ehe es in die Klassen geht. „Diese Lehrer werden auch dann intensiv betreut“, weiß Bildungslandesrätin Christine Haberlander. Das Projekt ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Gold-Partner“ wie Miba oder Greiner sponsern jährlich 100.000 Euro. „Eine Investition in die Zukunft, denn wir brauchen kluge Köpfe“, sagen Theresa Niss (Miba) und Axel Kühner (Greiner) unisono.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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