16.12.2019 05:48 |

Podest knapp verpasst

Matt sauer: „Bei Weitem nicht das, was ich kann!“

Die Marseillaise, die französische Nationalhymne, wurde für den Lokalmatador gespielt: Alexis Pinturault holte sich in Val d’Isère überlegen seinen dritten Slalom-Weltcupsieg und den 25. insgesamt. Die ÖSV-Asse waren enttäuscht: Michi Matt konnte als Bester nur mit der Platzierung (5.) leben, nicht aber mit dem Auftritt.

Weiter warten heißt es auf das erste Saison-Podest für Österreichs Techniker. Im Slalom-Nachtrag vom Samstag war Alexis Pinturault gestern in einer eigenen Liga unterwegs. Auch seine zwei Mitstreiter auf dem Podium zollten dem 28-jährigen Lokalmatador aus dem nahen Courchevel Respekt: „Stark sein Auftritt im ersten Durchgang, aber noch besser war der zweite Lauf“, meinten sowohl Olympiasieger Andre Myhrer (2.) als auch Stefano Gross (3.) mit einem Respekt-Abstand von fast eineinhalb Sekunden.

Für Pinturault war der erste Slalom-Sieg seit fast sechs Jahren (19. Jänner 2014 in Wengen) nicht nur aufgrund seines Jubiläums (der 25. im Weltcup) etwas Besonderes. „Weil ich in dieser Disziplin durch harte Zeiten gegangen bin, erst vor zwei Jahren wieder mehr Fokus darauf gelegt habe.“ Sonntag peitschten ihn über 5000 Heim-Fans zum Sieg - und damit auch zur Gesamtweltcup-Führung, die er Matthias Mayer abnahm.

Hirschbühl wollte mehr
Zwar nicht der Sieg, aber zumindest der erste Saisonpodestplatz wäre für Michael Matt drin gewesen. Am Ende fehlten dem Vize-Weltmeister 26 Hundertstel auf Rang drei. Dementsprechend enttäuscht reagierte der 26-Jährige. „Die Platzierung ist zwar okay, aber skifahrerisch ist das bei Weitem nicht das, was ich kann.“

Wo lag das Problem? „Ich habe keinen Fluss gehabt, den Schwung immer eher nach dem Tor gemacht. Es war kein großer Fehler dabei, aber das kostet bei jedem Tor Hundertstel.“

Ebenfalls nicht zufrieden war Christian Hirschbühl, der nach Rang sechs im ersten Durchgang aus den Top Ten (11.) rutschte. „Ich wollte mehr. Ich habe im zweiten Durchgang definitiv die falsche Abstimmung gefunden. Es war ein Krampf vom Start bis ins Ziel.“

Das traf auf Marco Schwarz im ersten Lauf zu. Doch der dreifache Medaillengewinner von Åre steigerte sich auf Rang 13. „Das ist okay, aber ich bin noch nicht da, wo ich hin will, werde schauen, dass ich im Jänner wieder bei 100 Prozent bin“, so der Kärntner nach dem Kreuzbandriss im Februar.

Herbert Struber/ Val d’Isère, Kronen Zeitung

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