04.12.2002 16:55 |

Sonnen-Spektakel

Sonnenfinsternis in Afrika und Australien

Zehntausende Schaulustige haben am Mittwoch zwischen Angola und Mosambik ihre Schutzbrillen zurecht gerückt, um die zweite totale Sonnenfinsternis im Südlichen Afrika in eineinhalb Jahren zu beobachten.
Bei teilweise bedecktem Himmel erlebten sievor allem im Krüger-Nationalpark und der südafrikanischenGrenzstadt Messina das seltene Himmelsspektakel, das den Tag zurNacht machte. Astronomie-Fans aus Deutschland, Österreich,Spanien und Italien hatten gemeinsam mit Kollegen von der NASAschon am Vorabend ihre Teleskope ausgerichtet, um die überdem Nationalpark 80 Sekunden dauernde Sonnenfinsternis zu sehen.
 
Der Schatten des Mondes war am Morgen bei der angolanischenHafenstadt Sumbe auf den afrikanischen Kontinent getroffen. Nacheiner halben Stunde verließ der 60 Kilometer breite SchattenAfrika und wanderte weiter Richtung Australien, wo bei dem OrtCeduna ebenfalls Zehntausende warteten. In Europa ist das Phänomennicht zu sehen.
 
Riesenspektakel
Begleitet wurde das Spektakel an vielen Orten vonTrommelrhythmen und folkloristischen Tänzen. Viele Schaulustigewaren erst in der Nacht im Norden Südafrikas eingetroffen,und hatten in kilometerlangen Autoschlangen neben den Straßengenächtigt. Über Zwischenfälle wurde nichts bekannt.In Großstädten wie Johannesburg, wo der Schatten nurzu 89 Prozent zu sehen war, standen zahlreiche Bewohner mit offenemMund auf der Straße und starrten durch ihre Schutzbrillenin die Sonne.
Sonntag, 20. Juni 2021
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